Gera - Dem Angeklagten wird Volksverhetzung und Verstoß gegen das Vereinsgesetz vorgeworfen, wie ein Gerichtssprecher am Dienstag nach Prozessbeginn sagte.
Der aus Afghanistan stammende Mann soll an zwei Tagen im Dezember 2017 auf der Online-Plattform Facebook ein Propagandavideo der ausländischen Terrororganisation des «Islamischen Staats» für jedermann einsehbar eingestellt haben. Damit habe der Mann, der sich zu dem Zeitpunkt in Leinfelde-Worbis (Landkreis Eichsfeld) befand, die in Deutschland verbotenen Organisation beworben und verherrlicht, so der Vorwurf.
Zudem habe er eine Mitteilung auf Arabisch und Persisch veröffentlicht, mit der zum Hass gegen Juden weltweit, zu deren Ermordung und zum gewaltsamen Kampf aufgerufen worden sein.
Der Angeklagte sitzt seit Juli 2018 in Untersuchungshaft. Am Montag kommender Woche soll der Prozess weitergehen. dpa