ThSV Eisenach verliert daheim Keine Punkte in der Trockensauna

Im viertletzten Spiel der Saison geht der Thüringer Handball-Bundesligist leer aus. Der TBV Lemgo Lippe belohnt sich für eine starke zweite Halbzeit.

Körperkontakt: Eisenachs Abwehrexperte Justin Kurch (links) und der Lemgoer Niels Versteijnen. Foto: imago/Martin Herbst

Der Klassenerhalt ist nur noch rechnerisch in Gefahr, bei sechs Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone und drei ausstehenden Spielen kann der ThSV Eisenach für eine weitere Saison in der Handball-Bundesliga planen.

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Einfach so die Füße hochzulegen, ist trotzdem kein Thema bei Trainer Sebastian Hinze und seinem Team. Gegen den zuletzt im Februar siegreichen TBV Lemgo Lippe langte es am Freitagabend in der Werner-Aßmann-Halle zwar nicht zum Sieg, aber für das 34:38 gegen den Tabellensiebten aus Nordrhein-Westfalen braucht sich bei den Wartburgstädtern niemand zu schämen.

Los ging’s aus Eisenacher Sicht nach 2:38 Minuten mit dem ersten Tor nach der Länderspielpause. Regisseur Felix Aellen traf, der Schweizer Auswahlspieler versenkte einen Siebenmeter zum 1:0. In der neunten Minute war Vincent Büchner an der Reihe. Der Linksaußen des ThSV netzte zum 5:4 ein, es war der erstes Bundesligatreffer des 27-jährigen Hildesheimers nach seinem Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.

Eisenach hielt die Partie auch in der Folgezeit offen. Dass Abwehrchef Philipp Meyer und Ersatztorwart Silvio Heinevetter nur als Glücksbringer auf der Bank saßen, fiel zunächst nicht ins Gewicht. Dafür war der Einfluss des Lemgoer Torhüters Urh Kastelic umso größer. Der 30-Jährige spielte eine starke Partie und brachte es bis zum Seitenwechsel auf sieben Paraden, insgesamt waren es zwölf. Auf Eisenacher Seite gab es Szenenapplaus für Aleksandar Capric, der nach zehn Monaten Pause wegen eines Kreuzbandrisses endlich wieder im blauen ThSV-Trikot auflief.

Beim Stand von 15:14 für Lemgo wurden die Seiten gewechselt – und dann zogen die Gäste vor 2850 Zuschauern in der drückend warmen Werner-Aßmann-Halle entscheidend davon. Nach 36 Minuten stand eine 20:15-Führung auf der Anzeigetafel, die Partie drohte Eisenach zu entgleiten. Trotz des Einsatzes von Spielern aus der zweiten Reihe – sogar der etatmäßige Torwarttrainer Stanislaw Gorobtschuk wurde aufs Parkett beordert – geschah dies nicht. Über die Stationen 23:29 (49.) und 28:33 (54.) trudelte die Partie aus, beste Werfer waren Felix Aellen mit acht Toren für Eisenach und Hendrik Wagner (9) für Lemgo.