ThSV Eisenach Magdeburg ist eine Nummer zu groß

Vor ausverkauftem Haus ziehen die Thüringer Bundesliga-Handballer beim Champions-League-Sieger mit 28:34 den Kürzeren.

Da rappelt’s im Karton: Omar Ingi Magnusson (vorn) trifft gegen ThSV-Torwart Matija Spikic. Foto:  

Klare Sache an der Elbe: Am 2. Spieltag der Handball-Bundesliga hat der ThSV Eisenach wie erwartet eine Niederlage kassiert. Bei Champions-League-Sieger SC Magdeburg hingen die Trauben zu hoch, der Favorit bezwang den Außenseiter von der Wartburg mit 34:28 (17:10). Bester SCM-Werfer war der isländische Rückraumschütze Omar Ingi Magnusson mit acht Toren, für die Gäste traf der gut aufgelegte Max Beneke aus dem rechten Rückraum zehn Mal.

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Das Hochgefühl, das die Eisenacher Handball-Welt nach dem 31:27-Auftaktsieg am Samstag gegen den SC DHfK Leipzig erfasst hatte, wich in der Getec-Arena schnell der knallharten Bundesliga-Realität. Ohne Bäume auszureißen, nahm der SCM das Heft in die Hand und führte nach sechs Minuten mit 4:1. Der überragende Magnusson baute die Führung nach einer Viertelstunde auf 10:5 aus, zur Pause lagen die Hausherren dann sogar mit sieben Toren Differenz vorn. Torwart Silvio Heinevetter, der Mitte der ersten Hälfte Matija Spikic ablöste, und der wurfgewaltige Beneke (vier Tore vor der Pause) hielten das Ergebnis aus Gästesicht im Rahmen. Von einer Überraschung waren die Eisenacher jedoch weit entfernt.

Daran änderte sich nach dem Seitenwechsel nichts. Die lautstarken ThSV-Fans unter den 6600 Zuschauern in der ausverkauften Halle gaben zwar alles, um ihre Mannschaft noch einmal zur Aufholjagd zu bewegen. Doch trotz einer keineswegs enttäuschenden Vorstellung des ThSV und zahlreicher Korrekturen durch Trainer Sebastian Hinze war der Leistungsunterschied zwischen Titelkandidat und Kellerkind einfach zu groß. Über die Zwischenstationen 23:17 (40.) und 31:23 (51.) ging es in die Schlussphase, in der die Magdeburger nichts anbrennen ließen und den Vorsprung souverän ins Ziel brachten.

Weiter geht es für den ThSV bereits an diesem Sonntag. Dann ist ab 16.30 Uhr mit der MT Melsungen ein Bundesliga-Spitzenteam in der Werner-Aßmann-Halle zu Gast.