ThSV Eisenach Der Rekordmeister gibt sich die Ehre

Thomas Levknecht und

Für den Thüringer Bundesligisten kommt es an diesem Freitag knüppeldick. Die Handballer von der Wartburg treffen in heimischer Halle auf den THW Kiel.

Stütze im Eisenacher Rückraum: Stephan Seitz. Foto: imago/Christian Heilwagen

Seit vergangenem Donnerstag ist die Handball-Welt an der Wartburg wieder in Ordnung. Der 31:25-Heimsieg gegen die SG BBM Bietigheim hatte eine erlösende Wirkung für Mannschaft, Trainer und Fans des ThSV Eisenach. Zuvor hing der Haussegen ein bisschen schief, was an der bitterbösen Heimschlappe gegen Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten (27:36) lag, bei der die Thüringer vieles vermissen ließen, was sie sonst auszeichnet.

Nach der Werbung weiterlesen

Nun geht es mit einer positiveren Grundstimmung in das David-gegen-Goliath-Spiel gegen den THW Kiel. Der Tabellenzweite ist an diesem Freitag in der Werner-Aßmann-Halle zu Gast, die Partie beginnt um 20 Uhr.

„Kiel ist optimal gestartet mit vier Siegen aus vier Bundesligaspielen“, sagt der Eisenacher Rückraumspieler Stephan Seitz. Träume von einer sportlichen Überraschung seien natürlich nicht verboten: „Aber klar, über die Favoritenrolle müssen wir nicht reden.“

Gleichzeitig verwahrt sich der U-21-Weltmeister dagegen, den ThSV-Saisonstart schlechtreden zu lassen. „Bis auf das Spiel gegen Balingen haben wir zuhause und auswärts viel Energie auf das Parkett gebracht“, betonte der Linkshänder. „Und wir haben durch das 31:31 in Wetzlar gleich in zweiten Auswärtsspiel der Saison gepunktet. Das hat in den vergangenen Jahren teilweise viel länger gedauert, wenn ich zurückblicke.“

Dass die Eisenacher drei Punkte auf dem Konto haben, ist aus der Sicht von Maik Nowak in Ordnung. „Mit vier Punkten könnte ich noch besser leben, zumal wir in der Schlussphase in Flensburg und Wetzlar dran waren an weiteren Punkten“, schildert der Sportlicher Leiter des ThSV seine Eindrücke „Aber es ist okay – und es deutet sich an, dass die Mannschaft den Weggang von Philipp Meyer in der Abwehr kompensieren kann.“

Gegen Kiel wird sich zeigen, wie stabil die Abwehr tatsächlich ist. Im Durchschnitt erzielt der THW pro Spielen 33 Tore, Eisenach muss sich auf geballte offensive Wucht einstellen. „Aber auch wenn der Rekordmeister kommt, wir wollen immer gewinnen“, betont ThSV-Spielmacher Felix Aellen: „Im Vorjahr haben wir es geschafft, dem großen THW zwei Unentschieden abgerungen.“

Die Norddeutschen haben am Freitag alle Stars, von Keeper Andreas Wolff über die Rückraum-Asse Julian Köster (Neuzugang vom VfL Gummersbach), Domagoi Duvniak und Domen Makuc, die beiden Kreisspieler Hendrik Pekeler und Lukas Zerbe bis hin zu Linksaußen Rune Dahmke und seinen Positionskollegen, den Ex-Eisenacher Vincent Büchner.