Da zieht er wieder durch das kleine und sonst eher ruhige Örtchen Röttingen, der Spirit der Frankenfestspiele. Die Wirtschaften erfreuen sich einiger Gästerekorde, die Unterkünfte sind meist ausgebucht. Hier, wo nicht mehr als knapp 1700 Menschen leben, ist es leicht, Schauspieler nachmittags im Café zu treffen, die abends auf der Bühne vor der tollen Kulisse von Burg Brattenstein stehen werden. Und vor einem Publikum, das zum Teil längst auch aus Suhl und dem Südthüringer Raum anreist. Michael Jeske, der Schauspieler am Meininger Theater, ist genauso darunter wie etliche Suhler, die neugierig geworden sind, oder die Eltern von Daniel Ebert, deren Freunde und andere mehr. Das Team aus dem Suhler „Gambrinus“ hat sich auch angesagt. Klar, sie kommen vor allem wegen Daniel Ebert, der zum sechsten Mal bei den Frankenfestspielen dabei ist. Dieses Mal gibt er in der musikalischen Komödie „Ich denke oft an Piroschka“ Rácz, den Bahnschrankenwärter von Hódmezövásárhelykutasipuszta (dieses Wort werde er wohl nie mehr aus den Kopf bekommen, gesteht Ebert) und Vater von Piroschka. Und das insgesamt elfmal während der gesamten Festspielzeit, die noch bis 23. August andauert. Da steht, singt und tanzt er mit Witz und Charme inmitten der Bahnstation mit dem schier unaussprechlichen Namen Hódmezövásárhelykutasipuszta und mittendrin in der ungarischen Atmosphäre mitten im lieblichen Taubertal.