Der Terror von Solingen wirft seine Schatten bis in die Stadtpolitik des fünf Autostunden entfernten Coburgs. Noch in der Nacht zum Montag – also gut zwei Tage nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag in der nordrhein-westfälischen Großstadt, bei dem drei Menschen auf einem Stadtfest durch Messerstiche getötet worden sind – hat Louay Yassin auf Anfrage unserer Zeitung mitgeteilt, dass der Oberbürgermeister dem Ordnungsamt bereits den Auftrag erteilt habe, dauerhafte Waffenverbote für bestimmte Zonen im Stadtgebiet auszuarbeiten. Diese sollten laut dem Stadtsprecher jede Art von Schuss- und Schreckschusswaffe, Anscheinswaffen, Hieb-, Stoß- und Stichwaffen sowie Elektroschocker mit Zulassungs- oder Prüfzeichen betreffen. Als Areale seien demnach die Innenstadt und das Bahnhofsumfeld ins Auge gefasst worden. „Details können natürlich erst nach Ausarbeitung durch das Ordnungsamt bekannt gegeben werden.“
Terrorprävention in Coburg Waffenverbotszonen in der Vestestadt?
David Büttner 29.08.2024 - 17:30 Uhr