Die Identität der Angeklagten habe sie zum ersten Mal kurz entschlossen verwendet, als die Polizei sie Anfang 2007 zu einer Zeugenaussage wegen eines Wasserschadens im damaligen Wohnhaus des NSU-Trios vorlud. André E., der Ehemann der Angeklagten, habe sie zum Polizeirevier begleitet.
Ihre spätere Freundin und enge Vertraute habe sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht gekannt, so Zschäpe. Ein erstes Treffen habe es erst danach gegeben.
NSU verübte Morde in ganz Deutschland
Die Neonazi-Terrorzelle NSU bestand aus Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos. Ab dem Jahr 2000 verübte das Trio jahrelang unerkannt zehn Morde in ganz Deutschland. Die Opfer: neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine deutsche Polizistin.
Mundlos und Böhnhardt verletzten zudem Dutzende Menschen bei zwei Bombenanschlägen in Köln. Die beiden Männer töteten sich 2011 in Eisenach, um ihrer Festnahme zu entgehen. Erst dann flog der NSU auf.