Abagun Kole Omololu von der soziopolitischen Interessenvertretung Afenifere sagte der Lokalzeitung "Vanguard", der Angriff sei an der Zeit und auch notwendig gewesen. "Viel zu lange waren unschuldige Nigerianer unerbittlichen Angriffen, Entführungen und mutwilliger Zerstörung von Eigentum ausgesetzt gewesen, während unzureichende Maßnahmen ergriffen wurden, um terroristischen Enklaven entschlossen entgegenzutreten."
Christliche Gemeinden werfen dem Staat mangelnden Schutz vor. Die US-Nichtregierungsorganisation International Christian Concern, die die Verfolgung von Christen weltweit dokumentiert, bezeichnete Nigeria 2022 als das "gefährlichste Land der Welt für Christen". Zugleich werden dort Muslime ebenfalls Opfer von Terror- oder Banditenangriffen, ebenso von Racheakten.
Massenentführungen christlicher Schüler und Lehrer
Ende November gab es eine besonders extreme Welle an Massenentführungen im Nordwesten Nigerias. Hunderte Kinder und zahlreiche Lehrer wurden aus einer katholischen Grund- und Sekundarschule verschleppt, wie die Christliche Vereinigung von Nigeria damals mitteilte. Entführungen sind im Norden und Zentrum des Landes furchtbarer Alltag geworden: Sowohl kriminelle Banden als auch islamistische Terrorgruppen verschleppen immer wieder Menschen.
Nicht der erste Angriff der USA in Afrika
Es ist nicht das erste Mal, dass das US-Militär in Afrika islamistische Terroristen angreift. So wurden bereits 2024 - also vor Trumps Amtsantritt - und auch im laufenden Jahr mehrfach IS-Stellungen in Somalia bombardiert. Einige US-Angriffe in dem ostafrikanischen Land galten auch der Terrormiliz Al-Shabaab, die zum Netzwerk Al-Kaida gehört, das mit dem IS verfeindet ist.