Technisches Hilfswerk Suhl liefert Ein Baum vor dem Bundesrat in Berlin

Seit Jahren haben sie sich für Weihnachtsbaumtransporte und -aufstellaktionen qualifiziert: Die Männer und Frauen des THW-Ortsverbandes Suhl. So waren sie auch erste Wahl, um den Thüringer Weihnachtsmbaum vor dem Bundesrat in Berlin aufzustellen.

Suhl/Berlin - Wenn es um Weihnachtsbäume geht, macht den Helfern des Ortsverbandes Suhl des Technisches Hilfswerks (THW) so schnell keiner was vor. Seit vielen Jahren schon sind sie zuverlässiger Partner der Stadt, wenn es um Fällung, Transport und Aufstellung der Weihnachtsbäume auf dem Unteren Markt oder im Ortsteil Heinrichs geht. Auch wenn der Standort noch so schwer zugänglich, der Transport um tausend Ecken noch so problematisch war und das Aufstellen den Mitwirkenden mitunter Schweißperlen auf die Stirn trieb – sie haben es immer geschafft, die Bäume sicher aufzustellen, so dass sie rechtzeitig in der Adventszeit mit Lichetrschmuck versh4ene ihre vorweihnachtliche Stimmung verbreiten.

Das wird nun auch jene wunderschön gewachsene Colorado-Tanne aus Kahla tun, die von den Suhler THW-Leuten jetzt nach Berlin chauffiert und vor dem Bundesratsgebäude aufgestellt wurde. „Es war eine erfolgreiche auch für uns neue und spannende Aktion, an die wir noch lange zurückdenken werden“, sagt René Eckstein, der mit Andy Ney, Daniel Weber, Stephan Lendrich, Michael Pieritz, Tino König und Andy Höfling den Baum aus Kahla mit dem OV-eigenen Tieflader und Begleitfahrzeug in Berlin war. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus Berlin Mitte, die mit ihrem Kran halfen, stellten sie den zehn Meter hohen Baum direkt am Eingang zum Bundesratsgebäude auf. Zuvor hatten die Suhler in der Thüringer Landesvertretung übernachtet. „Das war schon ein außergewöhnlicher Einsatz“, blickt Renè Eckstein zurück. Das Spektakel ließ sich auch Südthüringens Bundestagsabgeordneter Frank Ullrich (SPD) nicht entgegen. „Wenn Einsatzkräfte aus meinem Wahlkreis schon mal in Berlin sind und einen Weihnachtsgruß mitbringen, dann will ich natürlich auch persönlich am Ort des Geschehens vorbeischauen“, sagte er.

Es dauerte etwa eineinhalb Stunden, dann war der Baum abgeladen und mit viel Fingerspitzengefühl vor allem des Kranfahrers in die vorbereite Bodenhülse gesetzt. Zuvor hatten die Suhler mit der Motorsäge dem Stamm den letzten Zuschnitt verpasst, so dass er sich ohne Probleme in die Hülse versenken ließ. Da staunten die THW-Leute aus der Hauptstadt nicht schlecht. „Neben Bratwurst und Klößen hat Thüringen ja auch eine richtig versierte THW-Truppe zu bieten“, hieß es.

Auch Frank Ullrich würdigte die Arbeit der Männer vom Suhler THW. „Sie haben ein weiteres Mal ihr Können unter Beweis gestellt. Sowohl für positive Anlässe als auch im Katastrophen- und Zivilschutzfall ist auf das THW immer Verlass. Ich weiß Eure Einsatzbereitschaft sehr zu schätzen und großes Kompliment an alle Beteiligten“, lobte Ullrich die Truppe vor Ort.

Ende dieser Woche, pünktlich zum ersten Advent, sollen unzählige Lichter den „Traum von Baum“ erstrahlen lassen und damit Thüringer Vorweihnachtsgrüße in die Hauptstadt senden.

Dass der Weihnachtsbaum vor dem Bundesrat in diesem Jahr aus Thüringen kommt, ist kein Zufall. Vielmehr ist es der Tatsache geschuldet, dass Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die Bundespräsidentschaft inne hat und damit ein Zeichen für sein Bundesland setzen wollte.

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