InTakt Ilmenau Tanzträume werden wahr

Berit Richter

Mit seiner großen Gala erfüllt das Tanzzentrum „InTakt“ Träume und Wünsche. Die jungen Tänzer begeistern im Arnstädter Theater ihr Publikum auf größer Bühne.

So eine gute Fee wünscht sich wohl jeder. Fee Natalie, gespielt von Natalie Hanf, erfüllt in der diesjährigen Tanz-Show des Ilmenauer Tanzzentrums „InTakt“ alle Wünsche der großen und kleinen Tänzerinnen und Tänzer. Zur Highschool in die USA, eine Reise zum Sambatanzen nach Rio de Janeiro oder mal wieder mit Freunden im Club richtig Party feiern – kein Problem für sie. Und so heißt das Show-Motto diesmal „Zeit der Wünsche“.

Wie viel Trainingsfleiß und -schweiß hinter diesen und all den anderen, das Publikum gleich dreimal im fast ausverkauften Theater begeisternden Tanznummern steckt, man kann es nur erahnen. Sogar ein kleiner Covid, gespielt von Jonas Köditz, hat sich auf die Bühne geschlichen. Er stamme aus einer Großfamilie mit 19 Geschwistern und niemand wolle etwas mit ihm zu tun haben, sagt er traurig. Weshalb er gern zu einer nützlichen Biene mutieren wollte. Auch diesen Wunsch erfüllt die Fee und so tanzen die Allerkleinste, die zum ersten Mal auf der Bühne standen, als Bienen und Blümchen.

Rund 120 Mitwirkende im Alter von vier bis 22 Jahren gibt es. Sie zeigen die ganze Palette des Tanzes, die man im „InTakt“ erlernen kann – vom klassischen Ballett bis zum Breakdance. Einmal Löwe sein, als guter Pirat über die Weltmeere schippern oder die große Liebe finden. Mit ihrem Spruch „Drehe, drehe wunderbar, ich mache eure Wünsche wahr“ zaubert Fee Natalie die entsprechenden Tanzformationen auf die Bühne.

Dance Company, Minis, Knirpse, Jugend, Ballett, Hip-Hopper, kleine und mittlere Tanzgruppe bestreiten das Programm, das innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt werden musste. Schließlich hatte auch das Tanzzentrum in den letzten zwei Jahren mit dem Lockdown-Maßnahmen zu kämpfen. „Neun Monate lang konnte wir nichts machen“, sagt Chefin Petra Kibbel und strahlt: „Endlich sind wir wieder da.“

Wunsch nach Frieden

Dass sie die eigentliche gute Fee hinter den bunten Kostümen, kreativen Choreografien und flotten Tanzschritten ist, macht Karoline Held, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Cats deutlich: „„Gemeinsam zu tanzen, an den Choreografien zu arbeiten und ein Ziel zu haben, hat den Kindern und Jugendlichen gefehlt. Mit Mut, Zuversicht und Willenskraft hat es Petra Kibbel mit ihrem Tanzlehrerteam geschafft, in einer Zeit von Einschränkungen, Hygienemaßnahmen und Quarantänen eine Show zu präsentieren, die ihresgleichen sucht.“ Die Kinder und Tanzlehrer danken es Petra Kibbel, indem sie ihr einen Stern verleihen.

Einen Wunsch hat man noch besonders kurzfristig ins Programm eingebaut: Der kleine Held, gespielt von Henning Oelze, wünscht sich das, was viele gerade alle umtreibt – Frieden auf der Welt, gegenseitig die Hand reiche

Auch die Fee selbst hat am Ende des begeisternden Programms einen Wunsch ans Publikum: . Der Wunsch nach Menschlichkeit, nach Akzeptanz allen gegenüber, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Sexualität. Ob arm oder reich, dick oder dünn, klein oder groß. Jeder darf Mensch sein und hat seinen Platz auf dieser Welt. Passend dazu hat die Jugendtanzgruppe den Tanz „This is me“ einstudiert, setzt damit ein Zeichen gegen Hass, Ausgrenzung und Gewalt.

Und so hat diese Tanzshow nicht nur allen vor, hinter und auf der Bühne eine unvergessliche und besondere Zeit geschenkt, sondern endet mit einer klaren Botschaft, die zum Nachdenken anregt.

 

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