Professor Hubert Kittel sieht sich nicht als wertungsfreien Historiker. „Ich wage Urteile und wage Fehlgriffe.“ Kein Wunder, dass im Laufe seines fast dreistündigen Vortrages eine Diskussion um das Kulturgut Porzellan entstand. Eingebunden war diese in der Abfolge der Fakten über exemplarisch neun Porzellanfabriken, die es teilweise nicht mehr gibt. Kittel, der an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein lehrte, mit Praxisbezug zur Porzellanindustrie, hat über deren Aufstieg und Niedergang, Insolvenzen und Neustarts geforscht. An interessanten Entwicklungen und maßgeblichen Personen mit Netzwerk ließ er die Zuhörer am Samstagabend in der Volkshochschule Ilmenau teilhaben.