Tag der Vereine in Breitungen Hühner, Fische und brennende Hände

Annett Recknagel

22 Breitunger Vereine stellten sich am Sonntag im und um das Kulturhaus vor. Viel Aktion gab es auch bei den Anglern und auf dem Sportplatz.

Mama, Papa und zwei Kinder. Letztere ließen sich bereitwillig streicheln. Bernd Endter ist der eigentliche „Papa“, denn die kleine Familie gehört zu den Paduanern. Und das ist eine Hühnerrasse. Zum Tag der Vereine zogen die erst sechs Wochen alten Jungtiere die Blicke der Gäste auf dem Areal des Angelsportvereins auf sich. Und das Beste: Endter holte „seinen Nachwuchs“ sogar aus dem Käfig, so dass Kinder die putzigen Tierchen streicheln konnten.

Gleich nebenan gab es geräucherte Forellen. Die Angler hatten in aller Frühe den Räucherofen angeheizt und 400 davon zubereitet. Außerdem hatten sie Bismarck- und Matjesheringe im Angebot. Sogar Greifvögel gab es auf ihrem Gelände zu bestaunen. In der Ecke gab es einen Schminkplatz – Gabriele Reum verschönerte im Freien zig Kindergesichter.

Der NABU lud zu Spielen ein. Luana traute sich anfangs nicht so recht, in die Fühlbox zu greifen. Schließlich klebte ein Bild mit einer Spinne obendrauf. Letztlich aber war sie mutig und ertastete Schafwolle. Nicht nur bei den Anglern herrschte Hochbetrieb. Das Interesse der Breitunger und derer Gäste an den einheimischen Vereinen war am Sonntag riesig. Ob auf der Kleinsportanlage, auf dem Sportplatz, hinter, vor oder im Kulturhaus – Trubel gab es hier wie dort. Und natürlich viele Stände mit jeder Menge Information.

Genauso hatten es die Organisatoren beabsichtigt. „Viele wissen gar nicht, welche Vereine es bei uns hier gibt“, sagte Bürgermeister Ronny Römhild. Gemeinsam mit dem Kreissportbund hatte die Gemeinde die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Nur zweimal traf man sich im Vorfeld. Es gelang, 22 Vereine für die Aktion zu begeistern. Allesamt trugen zu einem schwungvollen und abwechslungsreichen Nachmittag bei.

„Wir haben schon mit solch einer guten Resonanz gerechnet“, erklärte Kreissportjugendkoordinator Stefan Gerlach. Er war mit dem Fotoapparat von Station zu Station unterwegs. Vor dem Kulturhaus präsentierte Chemielehrer Fabian Amborn seine brennende Hand. Keine Bange – er hatte alles im Griff. Experimente gelingen bei ihm immer. Neugierig machten seine Kollegen und er damit auf den Schulförderverein der Regelschule. Die Mannen von Gervina boten Schaukämpfe dar. Im Kulturhaus brachten die Damen und Herren vom Turn- und Sportverein jeden, der Lust zum Würfeln hatte, in Bewegung. Auf dem Würfel standen verschiedene Aufgaben, bei denen die Muskeln ertüchtigt werden mussten. Auf der Bühne zeigten die „Happy Dancers“ ihr Können. Spinnfrauen saßen entspannt hinter ihren Geräten. Bürgerfreunde und Rhönklubler kamen mit Gästen ins Gespräch. Die Damen und Herren vom Lauftreff waren anwesend, genauso die Selbsthilfegruppe für Organtransplantierte, der Athletikverein, der Förderverein für Auszubildende, der Grundschulförderverein Fambach, die Breitunger Schützen, der Förderverein Breitunger Sport und Kultur, der Förderverein Breitunger Basilika und Schloss, der Kegelverein. Und mittendrin sorgte Wolle von der Straße für Stimmung – wie immer mit selbst zusammengebauten Instrumenten. Mit dem sechsjährigen Emilian hatte er sofort einen Kompagnon gefunden, der die Kuhglocke im richtigen Takt zum Klingen brachte. Draußen war die Kirmestanne vom Kirmesverein ein Hingucker. Beim „Werrataler Gelbfieber“ gab es Bratwürste und Zuckerwatte. Für Sportspiele sorgten Handballer und Fußballer. Man konnte sich im Bogenschießen ausprobieren. Und, und, und. „Es freut mich sehr, dass so viele Gäste den Weg hierher gefunden haben“, meinte der Bürgermeister. Und wer weiß, vielleicht kann der ein oder andere Verein demnächst sogar neue Mitglieder in seinen Reihen begrüßen. Dann hätte sich das Spektakel natürlich einmal mehr ausgezahlt.

 

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