Tag der Begegnung Wefa produziert auch für Übersee

Mit großem Interesse sind Besucher am Tag der Begegnung einer Einladung an den Wefa-Standort Hildburghausen gefolgt. Wer ist die Wefa und was wird hier gemacht?

Mit einem „Willkommen auf dem Roten Hügel“ wurden Besucher am Wefa-Standort in Hildburghausen begrüßt. Am Tag der Begegnung konnten sich Interessierte in der Werkstatt für angepasste Arbeit, gelegen im Industriegebiet am Roten Hügel in Hildburghausen, umsehen. Aktuell werden hier 116 Menschen mit geistiger und/oder seelischer Behinderung in unterschiedlichen Arbeitsbereichen beschäftigt, teilt die Stadtverwaltung Hildburghausen mit.

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„Wir nehmen uns einmal im Jahr die Zeit, um auf unser Haus mit seinen Beschäftigten und Mitarbeitenden aufmerksam zu machen. Unsere Beschäftigten leisten täglich herausragende Arbeit. Wir sind professionell, und das was wir tun, machen wir sehr gerne“, so Werkstattleiter David Schubart. Bei herrlichem Sonnenschein legten sich die Musiker der „Wefa Happy Drummers“ mächtig ins Zeug. „Wir machen ein kleines Opening“, so die Begrüßung von Thomas Kirchner, Leiter der Trommler-Gruppe. Begeisterung und großer Applaus waren der Lohn für die musikalischen Darbietungen.

Nach diesem musikalischem Auftakt folgte die eigentliche Begrüßung zur Eröffnung der Tagesveranstaltung. Ein Gremium von Verantwortlichen des Unternehmens überbrachten Grußworte und Wünsche für den gemeinsamen Tag. Freude über die vielen Gäste, der Wunsch zum miteinander Netzwerken und die Ehrung der Jubilare prägten bis dahin die Zeit.

Pastorin Ulrike Becker gestaltete die Andacht, um gemeinsam innezuhalten. „Es ist wichtig, einen Schirm zu haben, behütet unter ihm Platz zu finden, in jeder Situation, über Generationen hinweg“, so einige Gedanken im Gebet. „Wenn wir uns gemeinsam bestärken, können wir vieles erreichen, was wir alleine nicht geschafft haben“, so die aufbauenden Worte an alle Andachtsteilnehmer. Gemeinsam wurde das Lied „Gut, dass wir einander haben“ zum Ausklang der Andacht gesungen.

Mit einem Mittagessen im Speisesaal, Werkstattführungen, Rundgängen zum Kennenlernen der Einrichtung, dem Verkauf an Ständen der kreativen Gestaltung sowie Informationstafeln zum Bildungsstand und den Förderwegen konnte sich jeder Interessierte und Gast seine Zeit am Tag der Begegnung individuell gestalten.

Vielen war vorher nicht bewusst, was die Werkstätte für angepasste Arbeit leistet. Gespräche mit den Beschäftigten in Bezug auf ihre tägliche Arbeit sowie der Informationsaustausch mit den Mitarbeitern und Veranstaltungsorganisatoren kamen sehr gut an. Dieses hohe Engagement, die ausgeprägte Bereitschaft zur Arbeit und der stetige Wille, Leistung zu zeigen, prägen diese Wirkungsstätte, machen sie zu einer wirklichen Bereicherung für die Stadt Hildburghausen und bieten einen spürbaren Mehrwert für die Gesellschaft.

Breite Produktpalette

Die Wefa Hildburghausen produziert für Europa und Übersee. Laut Unternehmensangaben konzentriert sich das Angebot vorrangig auf Arbeiten der Industriemontage, ist vielseitig und umfasst einfache Montagetätigkeiten ebenso wie Arbeiten an Vorrichtungen und Maschinen, Kontroll- und Sortierarbeiten sowie Klebe- und Verpackungsaufgaben.

„Arbeit ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Seit mehr als 20 Jahren erfüllen wir den Auftrag, Menschen mit geistiger, körperlicher, psychischer oder mehrfacher und schwerster Behinderung eine angemessene berufliche Bildung sowie Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Dies tun wir in unseren vier Werkstätten für angepasste Arbeit (Wefa) an den Standorten Sonneberg, Eisfeld und Hildburghausen mit Hilfe aktueller Techniken und Hilfsmittel. So wird die Arbeit an die Möglichkeiten der Beschäftigten angepasst und die selbstbestimmte Teilhabe von behinderten Menschen am Arbeitsleben ermöglicht“, heißt es auf der Internetseite.

Zum Tag der Begegnung erhielten die Besucher Einblicke in verschiedene Bereiche, darunter die Bearbeitung von Stecksystemen, die Montage von Führungsschienen für Autositze, die Montage von Staubsaugerwandhalterungen bis hin zur Abzählung und Verpackung von Rouladennadeln. Beeindruckend ist ebenso die Information, dass die Auftraggeber und Produktabnehmer namhafte Markenhersteller und Firmen aus Deutschland, Europa und sogar aus Übersee sind, darunter die USA und Mexiko. Dabei liegen alle Schritte von der Produktion über das zertifizierte Controlling und die Tourenplanung bis hin zur LKW-Verladung s im Verantwortungsbereich der Wefa-Beschäftigten der Wefa. Nur zwei bis drei Mal im Jahr wird durch eigenes Verschulden eine Nachbesserung notwendig. Auf diese sehr geringe Fehlerquote sind alle sehr stolz.