Synergien nutzen Zwei Ortsgruppen, die sich ergänzen

Attraktive Angebote, Gemeinsamkeiten stärken, Kräfte bündeln, Synergien nutzen und vom Miteinander profitieren. Genau das ist der Weg, den der Awo-Ortstverband und die Rennsteigverein-Ortsgruppe seit fast zwei Jahren gemeinsam gehen. Und dies sehr erfolgreich.

Ernst Haberland (links) und Heinz Backhaus (Mitte) besprechen gemeinsame Ideen. Theo Hartung ist Skatverantwortlicher. Foto: /Karl-Heinz Frank

Dass sich der Suhler Ortsverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit der Begegnungsstätte City Treff und Kleidsam, dem Kleiderlädchen in der Pfarrstraße, Richtung Innenstadt bewegte, war ein großer Schritt, gegangen 2020 und damit im 30. Jahr seiner Gründung. Dies nicht nur hinsichtlich des erfolgten umfangreichen Umbaus und der Sanierung des Objektes, sondern besonders auch bezüglich der Nähe zu den Bürgern, die mit den zentralen Angeboten noch besser erreichbar sind. Sport, Spiele, Kurse, kreatives Gestalten, Singen, gemütliche Kaffeerunden, Tagesausflüge, Veranstaltungen aller Art, die Liste der Angebote ist lang, ihre Inhalte sind vielfältig. Sie reichen bis zum Tanz, der alle 14 Tage mittwochs ab 14 Uhr stattfindet, der nächste am 1. Februar.

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Montags, mittwochs und freitags wird ab 13 Uhr Kaffee und Kuchen angeboten, darüber hinaus treffen sich an den anderen Tagen Chormitstreiter, Interessierte an angebotenen Sprechstunden wie für den Umgang mit dem Handy, Teilnehmer am Thai-Chi, zu Vorträgen, besonderen Anlässen, oder Skatfreunde – immer am letzten Freitag im Monat auch zum Preisskat. Bei Lücken im Programm sowie an den Wochenenden kann die Begegnungsstätte, zu der eine kleine Küchenzeile mit Theke gehört, von jedermann für private Feiern gemietet werden.

Alles offene Angebote

An den Donnerstagvormittagen sind die im Rund aufgestellten Stühle im großen Begegnungsraum stets alle besetzt. Wie immer, wenn Ina Albrecht vom Gesundheitszentrum Michalski die Stunde Rehasport beginnt. Daran kann jeder mit ärztlichem Rezept oder auf eigene Kosten teilnehmen, ebenso am Yoga-Kurs, sofern man auf der Warteliste nach vorn rutscht. Denn offen ist auch dieses Angebot, ebenso wie alle anderen generell auch, sowohl für Awo-Mitglieder sowie für alle Interessierten, die nicht Mitglied im Ortsverband sind, betont Heinz Backhaus, der Vorstandsvorsitzende. Mit seinem Team ist ihm sehr daran gelegen, das Programm interessant zu gestalten, das jede Woche neu geschrieben und veröffentlicht wird. Während sich die monatliche Fahrt in die Therme Bad Rodach längst etabliert hat, die nächste findet am kommenden Dienstag statt, scheint auch die neue Idee der monatlichen Theaterfahrt mit beiden eigenen Awo-Bussen nach Meiningen den Nerv der Besucher zu treffen. Bis Juli stehen die Termine fest. Anmeldungen sind wegen der begrenzten Platzzahl sowie der Kartenreservierungen rechtzeitig nötig. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir beide Busse voll bekommen. Doch die Plätze waren schnell weg“, freut sich Heinz Backhaus über den Zuspruch für die erste Fahrt. Eine weitere Premiere ist in Zusammenarbeit mit der Awo-Küche der Hufelandstraße für den 17. Februar mit Candle-Light-Dinner in der Begegnungsstätte geplant. Auch hier ist die Teilnahme nur nach Anmeldung möglich.

Mehrwerte schaffen, Angebote bündeln, völlig neue zu meistern, ist das Anliegen, mit dem der Awo-Ortsverband und die Rennsteigverein-Ortsgruppe im April 2021 eine Kooperation eingegangen sind. „So gelingt es uns viel besser, Mitgliedern und Freunden der Vereine neue Angebote zu präsentieren, gemeinsame Ausflüge zu unternehmen und von den Stärken beider Vereine zu profitieren“, findet Ernst Haberland, Vorsitzender der Rennsteigverein-Ortsgruppe.

Gemeinsam mehr erreichbar

Sehr gut in Erinnerung bleibt allen das erste gemeinsame Adventsfest, mit Wanderung, Gesang und gemütlichem Miteinander an der Wanderhütte am Steinhorst, die von der Suhler Ortsgruppe des Rennsteigvereins 1896 betrieben wird und immer sonntags von 14 bis 18 Uhr bei Wind und Wetter zur Einkehr einlädt. Gemeinsame Arbeitseinsätze für neue Sitzgruppen und Wegebau gingen dem voraus. Geplant sind weitere Veranstaltungen dort, wobei künftig die Awo-Busse für all jene zum Einsatz kommen können, die weniger gut zu Fuß sind.

Anderer Start ins Wanderjahr

Vor einer Woche eröffnete der Rennsteigverein sein Wanderjahr mit zwei gemeinsamen Touren in und um Suhl, wie immer, vom Wanderleiter akribisch vorbereitet. Im City-Treff folgte ein gemütliches Beisammensein mit Kabarett und Imbiss.

Immer samstags startet zwischen 9 und 10 Uhr je eine weitere Tour mit neuen Zielen, zu der jeder, der mag, eingeladen ist. Sie sorgen wegen der Streckenführungen auf mitunter weniger bekannten Wegen gern für Überraschungen. Bis einschließlich April sind alle Samstage durchgeplant. Erstmals soll im Juli eine Wanderung mit einem Jäger angeboten werden, bei dem allerlei Jägerlatein zu erwarten ist. Ganz neu sollen ab März Erlebnisfahrten stattfinden, die zu bekannten Zielen führen, wie zu den Schlössern Schwarzburg oder Ettersburg, in die Rhön, nach Bad Sulza oder zur Bierverkostung.

An Ideen mangelt es beiden Ortsgruppen nicht. Ebenso nicht an gemeinsamen Projekten, die ohne den jeweils neuen Partner nicht stattfinden könnten und laut Ernst Haberland nur mit vereinter Power funktionieren. Dennoch braucht es aber immer auch genügend Mitstreiter, die sich ehrenamtlich einbringen, Wanderleiter, Organisationstalente, handwerklich Begabte vorrangig im Rennsteigverein sowie Aktive, die bei der Awo beim Kleiderlädchen oder in der Begegnungsstätte gern mit anpacken.

Wer sich für die Vereine, eine Mitarbeit oder für die Angebote interessiert, erfährt mehr auf www.rennsteigverein-suhl.de sowie auf www.awo-ortsverein-suhl.de