Die Vision ist herausfordernd und verlockend zugleich: Fast 35 Jahre nachdem im Simson-Werk Suhl das letzte der legendären Kult-Mopeds vom Band rollte, könnte die Stadt das gut 18 Hektar große, geschichtsträchtige Gelände in eigene Hände nehmen und nach ihren Vorstellungen entwickeln. Dies insbesondere mit Blick auf den Erhalt der zum Teil unter Denkmalschutz stehenden historischen Bausubstanz. So könnte der einst von der jüdischen Familie Simson gegründete Industriestandort nach Erfurter Vorbild auch zu einem Projekt für die aktive Aufarbeitung des jüdischen Erbes Suhler Geschichte werden. „Ein Ort des Gedenkens, ein Ort für Bildung und gegen das Vergessen“, wie Thomas Linde sagt. Der Freie-Wähler-Stadtrat hat namens seiner Fraktion mit einem Antrag jetzt den Stein für eine Übertragung des Simson-Gewerbeparks in städtische Verwaltung neuerlich ins Rollen gebracht.
Moped-Kult Holt Suhl sein Simson-Erbe zurück?
Georg Vater 06.11.2025 - 17:42 Uhr