Suhler ASB-Jahresbilanz Mit Menschenkraft, Hunden und Drohnen

Als wahre Samariter bewiesen sich 2024 einmal mehr die Mitglieder des ASB in Suhl. Neben der Ausbildung waren die Ehrenamtler zur Absicherung vieler Veranstaltungen gefragt. Und in Notfällen. Viel Liebe steckten sie in das GW Wuff.

„Wir helfen hier und jetzt“ – unter diesem Leitsatz haben die Suhler Samariter auch das Jahr 2024 bestritten. „Seit über 30 Jahren sind Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes auch in Suhl aktiv tätig. Und inzwischen gehören das rote S auf gelbem Kreuz sowie die gelb-rote Einsatzkleidung der ehrenamtlichen Samariterinnen und Samariter zum festen Bestandteil des Suhler Stadtbildes, denn immer mehr Veranstaltungen in Suhl werden durch die Einsatzkräfte des ASB Südwestthüringen, Stützpunkt Suhl, sanitätsdienstlich abgesichert“, betont ASB-Sprecher Falk Haase.

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Das Jahr 2024 sei ein einsatzreiches gewesen, resümierte der Zugführer des Sanitäts- und Betreuungszuges im Katastrophenschutz der Stadt Suhl, Markus Saul, jüngst zur Jahresauftaktveranstaltung. Über 8950 Einsatzstunden leisteten die Männer und Frauen des ASB in ihrer Freizeit und übernahmen damit Verantwortung für die Bürger der Stadt, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Vierzehntägig treffen sich die Samariter zu ihren turnusmäßigen Ausbildungen in ihrer Unterkunft im Brand- und Katastrophenschutzzentrum in der Auenstraße. Aber auch die Zahl der realen Einsätze stieg nach den Worten Sauls im vergangenen Jahr stark an. „Dabei waren Sanitätsabsicherungen beispielsweise der Kinder-Kulturnacht, des Suhler Straßentheaterfestes oder der Heimspiele der American-Football-Mannschaft der Suhl-Gunslingers sowie des Lange-Bahn-Laufes einige Schwerpunkte.“ Als einen Einsatz besonderer Art hob der Zugführer die Teilnahme an der Fußball-Europameisterschaft hervor. Dazu brachen die Suhler aufgrund eines Hilfeersuchens der Stadt Leipzig an den Thüringer Katastrophenschutz auf, wenn an den Spieltagen die Unterstützung bei einem möglichen Massenanfall von Verletzten nötig war.

Darüber hinaus galt es aber auch, unter Alarmbedingungen Präsenz zu zeigen. Dreimal rückten die Katastrophenschützer zu Bränden in der Stadt aus: zu einem Kellerbrand in der Suhler Innenstadt, einem Wohnhausbrand in Suhl-Schmiedefeld und letztlich zum Wohnungsbrand in einem Hochhaus in der Friedrich-König-Straße, sicherlich der schwerste Einsatz der ASBler im vergangenen Jahr. „Bei diesen Einsätzen gilt es, den Regelrettungsdienst abzulösen beziehungsweise zu unterstützen und die Löscharbeiten der Kameraden der Suhler Feuerwehr sanitätsdienstlich abzusichern“, erläutert Falk Haase.

Eilige Bluttransporte

Als weitere Aufgaben waren mehrere eilige Bluttransporte für das Suhler Institut für Transfusionsmedizin oder der Transport des Leitenden Notarztes (LNA) im Auftrag des Rettungsdienstzweckverbandes Südthüringen durchzuführen. Unbestrittener Hauptanteil an den Alarmeinsätzen bildete allerdings die Unterstützung bei der Suche nach vermissten Personen. Allein hier rückten der Einsatzführungsdienst, die ASB-Rettungshundestaffel sowie die Fachgruppe Drohne über 20 Mal aus.

„Auf euch und eure Leistungen ist immer Verlass“, so umschrieb der Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Suhl, Dennis Kummer, die Zusammenarbeit mit den Samaritern. „Ihr bildet neben der Feuerwehr Suhl das zweite Standbein des Amtes und habt eindeutig dazu beigetragen, dass sich der Katastrophenschutz der Stadt einen Namen im Freistaat Thüringen gemacht hat.“

Auch der Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Südwestthüringen sowie dessen Vorstandsvorsitzender, Thorsten Junge und Torsten Tikwe, brachten ihren Dank und Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit zum Ausdruck. „Was ihr hier in Suhl leistet, verdient aller Dank. Eure ehrenamtliche Arbeit, euer Engagement zeugt von wahrem Samaritertum und ist eine nicht zu unterschätzende Arbeit für das Gemeinwohl, für unsere Zivilgesellschaft.“

Neue Fahrzeuge

Nicht ohne Stolz stellte Zugführer Markus Saul im Rahmen der Veranstaltung auch zwei neue Einsatzfahrzeuge vor. Zum einen erhielt der Einsatz-Führungsdienst einen neuen Kommandowagen. Andererseits steht den zwei- und vierbeinigen Mitgliedern der Rettungshundestaffel jetzt ein „Gerätewagen Hund“ für ihre Einsätze zur Verfügung. Das Fahrzeug, liebevoll „GW-Wuff“ genannt, war ursprünglich als Kleinlöschfahrzeug der Feuerwehr Suhl im Einsatz. Nach dessen Außer-Dienststellung wurde es seitens der Stadt Suhl den ASB-Katastrophenschützern übergeben und in liebevoller Eigenarbeit für den Einsatz der Rettungshundestaffel umgebaut.

Für all diese Aufgaben – Hilfe im Rahmen des Katastrophenschutzes, schnelle medizinische Hilfe bei Großschäden und anderen Notlagen in Suhl und überregional sowie für den Sanitätsdienst werden immer Menschen gesucht, die Freude am Helfen haben, sich für Medizin und Technik interessieren und Verantwortung übernehmen wollen, wirbt Falk Haase abschließend. Interessenten melden sich am besten per E-Mail unter unter KV-Suhl@asb-swt.de.