Suhl/ Zella-Mehlis Sparkasse schließt SB-Standorte in Suhl und Schmiedefeld

Eine Bankkundin steckt ihre Girokarte in einen Geldautomaten. Bankkunden müssen für ihr Girokonto mehr zahlen. (Symbolbild). Foto: Fabian Sommer/dpa

Die Rhön-Rennsteig-Sparkasse stellt sich neu auf und macht sich aus eigener Sicht fit für die Zukunft. Das jedoch ist mit herben Einschnitten verbunden. Mehrere Selbstbedienungs-Standorte werden geschlossen.

Suhl /Schmiedefeld – Gleich mehrere Selbstbedienungs-Standorte der Rhön-Rennsteig-Sparkasse sollen in Suhl geschlossen werden. Schon ab 1. Januar kommenden Jahres wird es keine Geldautomaten mehr auf dem Suhler Lautenberg, dem Döllberg und in Goldlauter-Heidersbach geben. Das jedenfalls besagt ein Schreiben, das auf der Internetseite des Geldinstitutes nachzulesen ist.

Mit ihrer Mitteilung ist die Rhön-Rennsteig-Sparkasse ansonsten zurückhaltend umgegangen. Erst auf Nachfrage von Ingrid Ehrhard (Fraktionschefin Freie Wähler) in der Sitzung des Hauptausschusses, am Mittwoch dieser Woche, bestätigte Oberbürgermeister André Knapp, der als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Sparkasse fungiert, diese anvisierten Veränderungen. Um was für Veränderungen es sich konkret handelt, dazu äußerte er sich im öffentlichen Teil jedoch nicht.

Aus der Mitteilung auf der Sparkassen-Homepage geht hervor, dass auch der SB-Standort Schmiedefeld nicht verschont wird. Er soll planmäßig am 1. Januar 2022 vom Markt genommen werden. Als Begründung heißt es: „Nicht nur die Nutzung der Geschäftsstellen ist rückläufig. Auch die Geldautomaten werden immer weniger aufgesucht“.

Zudem ist geplant, den neu gebauten Standort in der Martin-Andersen-Nexö-Straße in einen Selbstbedienungs-Standort umzuwandeln, an dem die Möglichkeit einer mobilen Beratung angeboten wird.

Bei den Suhlern wird diese Entscheidung auf wenig Gegenliebe stoßen. Schon die Schließungen in Suhl-Heinrichs sowie in der Rimbachstraße haben für gehöriges Aufsehen gesorgt. Genützt hat das jedoch nichts. Vor allem die älteren Kunden sehen sich zunehmend allein gelassen, von Daseinsfürsorge bekommen sie nur wenig zu spüren.

Alternativ bietet die Rhön-Rennsteig-Sparkasse an, dass sich ihre Kunden bei Einzelhändlern, die mit Geldinstituten kooperieren, beim Einkauf Bargeld auszahlen lassen. „Wer nicht mehr mobil ist oder aus gesundheitlichen Gründen das Haus nicht verlassen kann, für den ist Bargeld-Lieferservice eine sehr gute Option“, bewirbt Michael Kraus diese Möglichkeit. fis

 

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