Suhl - Eingeladen hatten die Landeszentrale für politische Bildung, die Außenstelle Suhl des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen und dessen Thüringer Landesbeauftragte. Bei Außenstellenleiterin Monika Aschenbach und dem Herausgeber der Anthologie, Frank Willmann, saß die Wut noch tief. Denn die Suhler Stadtbücherei hatte die zuerst zugesagte Veranstaltung kurzfristig wieder gecancelt. Solch ein Thema passe "nicht ins Profil", dessen Interessenten seien "nicht die Klientel" der Bücherei. "Eine linke Nummer" war das in den Augen von Willmann, zumal die Landesbeauftragte das Thema der als "negativ-dekadent" gebrandmarkten und verfolgten DDR-Punks und -Hippies als wichtigen Bildungsauftrag sehe.