Suhl - Ein philatelistisches Kleinod bereichert seit gestern die Sonderausstellung "Suhler Porzellan - Porzellan aus dem Eisenhammer" im Suhler Waffenmuseum. Unter dem Titel "Keramik, Ton und Porzellan auf Briefmarken" dokumentiert Kurt Rödig, Philatelist aus Ingolstadt, die Herstellung und Veredlung des "weißen Goldes" weltweit. Rödig, der im Egerland aufgewachsen ist und aus einer Porzelliner-Familie stammt, bekam die Sammlung 1996 von seinem Vater vererbt und hat sie seither weiter aufgebaut.

"Wir haben damals direkt neben einer Porzellanfabrik gewohnt. Das hat mich geprägt", erklärt er seine Affinität zum Porzellan. Auch wenn das in seiner alten Heimat keiner hören wolle, so sei Thüringen doch die "Stamm-Mutter des böhmischen Porzellans", wie er sagte. "Diese Tatsache wird allerdings unterdrückt und in der tschechischen Presse nicht dargestellt."