Suhl - Am 26. April 1986 kam es im sowjetischen Kernkraftwerk Tschernobyl zum Super-Gau. Erst zwei Tage später erfuhr die Welt von der Katastrophe und auch das nur häppchenweise. In der DDR gab Stasi-Chef Mielke den Befehl, die Sache "unter Kontrolle" zu halten und die Gefahren für die Bevölkerung herunterzuspielen. Gelungen ist das nicht, wie die jüngste Veranstaltung "Geschichte lesen" in der Suhler Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde zeigte. Nach einer Einführung durch Historiker Sascha Münzel diskutierten die zahlreichen Besucher über ihre Erlebnisse vor 30 Jahren.