Suhl - Munter plätschert sie vom Oberland kommend durch die Innenstadt bis zur Einmündung in die Hasel unterhalb des Sportplatzes - die Lauter. An manchen Stellen, wie an der Intertank-Kreuzung, hinter dem Neuen Rathaus oder an der Viadukt-Kreuzung bis in die Würzburger Straße verschwindet das Wasser unter der Erde. Insgesamt 600 Meter Tunnel bauten die Suhler Altvorderen dafür, um Baufreiheit für Straßen und Wege zu bekommen. Nun, nach mehr als 50 Jahren sind die unterirdischen Bauwerke derart in die Jahre gekommen, dass sie zum Teil erhebliche Schäden aufweisen und es fraglich ist, ob sie weiter der über sie tagtäglich hinwegrollenden Verkehrslast trotzen können. Die Stadt muss im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht deshalb trotz klammer Kasse handeln und sie für die nächsten 50, 60 Jahre ertüchtigen, was aufwendig und teuer ist und somit nur etappenweise geschehen kann. Wie Untersuchungen gezeigt haben, muss die nur wenige Zentimeter unter der Fahrbahn liegende Betonabdeckung saniert werden. Dort ist der Beton porös geworden und ausgebrochen, so dass der Bewehrungsstahl freiliegt und weiter rostet. Er muss mit Korrosionsschutz versehen und versiegelt werden.