Suhl - Mit dem gestrigen Tag ist das Gastgewerbe seit 117 Tagen geschlossen. Den ersten Lockdown eingerechnet und die zögerliche Belebung danach, haben vor allem Hoteliers, Pensionsbetreiber aber auch Gastronomen bereits acht Monate mit Geschäftsausfällen zu verkraften. Für den Einzelhandel geht seit 73 Tagen nichts mehr – von der Möglichkeit, Kunden auf Bestellung und kontaktlos zu bedienen (Click oder Call and collect) einmal abgesehen. Damit versuchen sich in der Suhler Innenstadt etwa 35 Prozent der Geschäftsleute, irgendwie über Wasser zu halten. Bei vielen aber reicht das, was sie damit an Umsatz einfahren, vielleicht für die Bezahlung der Stromrechnung. Der größte Rest der anderen Läden ist komplett geschlossen. Zwei Geschäftsbetreiber im Steinweg haben bereits aufgeben müssen. Sie markieren die schwarzen Punkte auf der Karte, die von der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (IHK), der Stadt Suhl sowie des Stadtmarketings erarbeitet wurde, um die Dramatik der Situation in etwa darstellen zu können.