Suhl - Hinter der Verabschiedung des neuen Kindertagesstätten-Gesetzes im Thüringer Landtag liegt ein langer Weg. Etwa fünf Jahre lang hat vor allem das "Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik in Thüringen" Ziele formuliert, gekämpft, unermüdlich Unterschriften gesammelt.
Vor allem auch in Suhl und Umland, "weil hier viele engagierte Menschen unterwegs waren", lobt Ina Leukefeld (Die Linke) direkt aus dem Thüringer Landtag und ist froh über dieses Ergebnis, das auch einschließt, dass die 1000 Euro Infrastrukturpauschale pro Kind weiterhin Gegenstand des Gesetzes bleiben werde. "Das ist enorm wichtig, um den Neubau des Kindergartens ,Kinderland´ zu Ende führen zu können." Skeptisch sieht sie bei aller Freude dagegen, dass es nicht gelungen sei, die Mittel für die angekündigten zusätzlichen 2400 Erzieherinnenstellen in Thüringen aus dem Kommunalen Finanzausgleich herauszubekommen. "Wir sehen die Gefahr, dass die Mittel zum Stopfen von Löchern eingesetzt werden und müssen ganz genau aufpassen, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wofür es gedacht ist. Auch in der nun anstehenden Haushaltsdebatte müsse das Ringen um mehr finanzielle Möglichkeiten für die Kommunen ganz vorn dran stehen, betont die Landtagsabgeordnete.
Suhl/ Zella-Mehlis Freude über neues Gesetz, aber...
Von Heike Hüchtemann 30.04.2010 - 00:00 Uhr