Dank eines zwischen den Fronten der Tiefdruckgebiete Brigitte über der Biskaya und Zora über Osteuropa eingebetteten Zwischenhochs stellte sich Anfang Oktober vorübergehend ruhiges und freundliches Herbstwetter ein. Zunehmend rückte das sich zu einem Sturmtief mausernde Tief Brigitte in den Fokus des Wettergeschehens, an dessen Vorderseite zunächst Luft aus dem Mittelmeerraum in die Region gelangte. Die spätsommerliche Wärme, die das Thermometer in den Mittagsstunden des 3. Oktobers mit Sonnenunterstützung noch auf sehr milde Werte von bis zu knapp 22 Grad Celsius ansteigen ließ, musste recht schnell einer aus Südwest aufziehenden Kaltfront weichen. Die Wetterwirksamkeit der Front lag vielmehr in der mitgeführten kälteren Luft, die innerhalb von vier Stunden das Temperaturniveau um die Hälfte auf nur noch kühle elf Grad drückte. Zudem machte sich der Wind mit starken Böen aus südwestlicher Richtung bemerkbar.
Suhl/ Zella-Mehlis Ein sehr nasser Oktober mit zu wenig Sonnenschein
Hans-Joachim Waszkiewicz 03.11.2020 - 16:28 Uhr