Suhl/ Zella-Mehlis Ein Muster an Solidarität, das viele erreicht hat

4864 Mund-Nasen-Bedeckungen sind in den vergangenen Monaten in Zella-Mehliser Nähstuben entstanden. Bürgermeister Richard Rossel bedankte sich am Dienstagabend bei den Helfern.

Zella-Mehlis - Was die Mitglieder des Läppleszunft in kleiner Runde begonnen haben, hat immer größere Kreise gezogen. Schlussendlich sind in den vergangenen Wochen und Monaten durch den Einsatz Dutzender Helfer knapp 4900 Mund-Nasen-Bedeckungen entstanden. In der Dankeveranstaltung am Dienstagabend auf dem Außengelände der Arena Schöne Aussicht hat Bürgermeister Richard Rossel diese Arbeit gewürdigt. Nur durch die Hilfe so vieler Freiwilliger war es möglich, einen Großteil der Zella-Mehliser und Benshäuser Bevölkerung mit den sogenannten Community-Masken auszustatten. Der Dank des Zella-Mehliser Stadtchefs ging auch an jene, die im Stillen mitgeholfen haben, dieses Ziel zu erreichen.

Am 4. April lief die besondere Solidaritätsaktion in Zella-Mehlis an (Freies Wort berichtete). Der Bürgermeister organisierte das benötigte Material und nach und nach lief die Helferkette an. Immer mehr Engagierte fanden sich, die mitnähen wollten. So meldeten sich etwa ein Großteil der Erzieherinnen, die von der Kita-Schließung betroffen waren, zum freiwilligen Nähen. Wieder andere packten mit an beim Zuschneiden des Stoffes und des Gummibandes sowie beim Bügeln. Per Viodeanleitung aufgenommen von Beate Laudien, wurde das Muster Christina Partisch - beides Mitglieder der Läppleszunft - vervielfältigt. So entstanden die ersten selbst genähten Mund-Nasen-Bedeckungen

Mit 440 Schutzmasken war Corinna Loyal die eifrigste Produzenten, ihr folgen Manuela Hirte mit 416 sowie Lisa Thomas mit 408 Stück. Für sie und alle, die mehr als 100 Masken produziert haben, gabs Blumen und eine Schneiderschere

"Bei der Verteilung der Masken halfen der Organisationsstab der Stadtverwaltung und das Netzwerk an Jugendlichen, organisiert insbesondere durch den Vorsitzenden des Kinder- und Jugendbeirates Zella-Mehlis, Daniel Hofmann", informiert Annika Ansorg, Fachbeiratsleiterin Soziale, Sport und Freizeit. Er konnte eine Vielzahl an Jugendlichen akquirieren, unter anderem Mitglieder des Jugendforums Suhl. Auch die Projektmitglieder von Aufwind haben sich auch bei der Verteilung beteiligt sowie die Mitglieder des Fördervereins Zella-Mehlis.

Außerdem stellte die erste Beigeordnete, Sarah Boost, zur Verteilung des Mundschutzes den Lieferservice zur Verfügung, der in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendfreizeittreff entstanden war, um im Zuge der Corona-Krise den Einkauf für ältere Menschen zu organisieren.

Anerkennung wurde auch den Kita-Mitarbeiterinnen zu teil, die während der Notbetreuung und des eingeschränkten Regelbetriebs eine besondere Herausforderung zu meistern hatten. Blumen und Dankesworte ließ Bürgermeister Richard Rossel über die Kita-Leiterinnen der einzelnen Einrichtungen ausrichten.

 

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