Suhl - Ein Kind will auf die Welt. Für die werdenden Eltern ist das ein ganz besonderes Ereignis. Das ist es auch für die Hebammen. Immer wieder. Und wenn sie wie beispielsweise Sabine Wirsing schon knapp 2000 neuen Erdenbürgern geholfen haben, auf die Welt zu kommen. Für sie und ihren zehn Hebammen-Kolleginnen im Suhler SRH-Zentralklinikum gehört es zum eigenen Anspruch, den werdenden Müttern eine optimale Betreuung zu bieten. Und eine moderne Geburtshilfe. Dazu gehört auch ein gutes Ambiente im Kreißsaal. Zwei Gebärsäle hatte das Klinikum bereits, jetzt ist ein dritter hinzugekommen. Die Farben sind warm, die Einrichtung ist liebevoll ausgesucht, das Kinderbettchen steht bereit. „Wir wollen den Schwangeren eine 1:1-Betreuung bieten – also eine werdende Mutter und eine Hebamme. Und dafür müssen wir personell stark aufgestellt sein. Aber Hebammen fallen nicht vom Himmel“, sagt Isabell Henn. Seit Neuestem muss man für den Hebammen-Beruf vier Jahre studieren. Bislang dauerte diese Ausbildung drei Jahre. Nun steht zu befürchten, dass zwischenzeitlich ein Jahrgang fehlt und somit auch der Hebammen-Nachwuchs für das Klinikum ausbleibt. Das sehen die Hebammen im Suhler Klinikum mit einiger Sorge. Schließlich wollen sie den werdenden Müttern und Vätern all das bieten, was die Geburt ihres Kindes zu einem Erlebnis werden lässt, an das sie gerne zurückdenken.
Suhl/Zella-Mehlis Dritter Kreißsaal für die Geburtshilfe der modernen Art
Heike Hüchtemann 04.06.2021 - 17:50 Uhr