Suhl/ Zella-Mehlis "Die Erinnerungen dürfen nicht verschwinden"

Auch in Goldlauter- Heidersbach ist der Volkstrauertag begangen worden - auf dem Friedhof in Goldlauter, auf dem es ein Kriegsgräberfeld gibt.

Vertreter von Bundeswehr und Ortsteilrat und Parteien haben zum Gedenken Kränze und Gebinde auf dem Goldlauterer Friedhof niedergelegt. Jedes Grab auf der Kriegsgräberstätte ist zudem mit Blumen bedacht worden. Foto: privat

Goldlauter-Heidersbach - Auch das Kriegsgräberfeld auf dem Goldlauterer Friedhof erzählt über das Leid, das der Krieg hinterlassen hat. In den letzten Kriegstagen wurden die Toten bei hastigen Rückzügen oder nach Bombardierungen oft nur notdürftig bestattet oder sie blieben in Ruinen verschüttet. "Viele wurden bei Gefechtshandlungen getötet und im Wald, auch in der Umgebung von Goldlauter-Heidersbach einfach begraben. Noch heute werden sie gefunden, geborgen und auf Kriegsgräberstätten umgebettet. Noch heute bekommen ihre nunmehr selbst schon betagten Kinder und Enkelkinder Gewissheit über den Todesort ihrer Verwandten.

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Unsere Gedanken sind daher heute auch bei den Hinterbliebenen der Opfer der Weltkriege, die noch immer unter ihrem Verlust leiden", so Matthias Gering, der Ortsteilbürgermeister von Goldlauter-Heidersbach während der Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertages. Er erinnerte an unendliches Leid, Tod, Angst, Zerstörung, Hunger und an den Verlust von oft weit entfernt und einsam verstorbenen Angehörigen. "Das waren Erfahrungen einer ganzen Generation, doch die Erinnerung schwindet mit den Jahren. Die Zeitzeugen sterben, und die Nachkommen der Kriegsgeneration verlieren den Bezug zu vergangenen Ereignissen. Damit genau das nicht passiert, sind Gedenktage wie der Volkstrauertag so wichtig", so Gering. "Sorgen wir dafür, dass die mahnenden Stimmen unserer Eltern und Großeltern nie verstummen." ike