Suhl - Die Graffiti-Künstler sind längst wieder zu Hause - irgendwo in Thüringen oder anderswo. Was sie in diesem Jahre nach dem Graffiti-Festival Aerosuhl 7 in Suhl hinterlassen haben, mag hier und da Skepsis auslösen. Vielleicht auch ein Stirnrunzeln samt Fragezeichen. Das bunte Bild am Pferdestall zum Beispiel. Geschmackssache. Was auf den einst weißen und grauen Wänden des Suhler Tierparks entstanden ist, sehen die Besucher gern. Manche, die davon in Freies Wort gelesen haben, kommen sogar extra deswegen, um zu sehen, was die Künstler geschaffen. Und wie sich der Tierpark mit seinem neuen Outfit arrangiert. Brigitte Hildebrand zum Beispiel. Sie ist oft in dem Kleinod in der Suhler Schweiz, meistens mit ihrem Enkel Alexander (5). "Es ist so schön, die Tiere zu beobachten, den Jungen der Stachelschweine zuzusehen oder den Hirschen bei ihren Revierkämpfen. Jetzt wollten wir mal schauen, wie das aussieht mit den Graffiti. Ich kann nur sagen, sie sind echte Hingucker geworden. Sie passen sich gut ein." Der kleine Alexander ist fasziniert von der Riesen-Eule am Lori-Gehege, von der quasi nur Augen und Schnabel zu sehen sind. Alexander greift in das graue Gefieder um den Schnabel und konstatiert mit Bestimmtheit: "Die ist nicht echt". Sie sieht aber echt aus. Mit dem richtigen Blickwinkel, macht sich eine dreidimensionale Ahnung breit. Eine tolle Arbeit, die der Suhler Nico Metzger geschaffen hat, auch wenn mancher als Makel erkennen will, dass die Eule schielt.
Suhl/ Zella-Mehlis Der bunte Tierpark im Thüringer Wald
Von Heike Hüchtemann 02.07.2016 - 00:00 Uhr