Suhl Welcher ist der häufigste Piepmatz?

Die Zahl der Feldsperlinge geht in vielen Regionen stark zurück. Auch bei uns? Vom 10. bis 12. Januar ruft der Naturschutzbund Nabu auch in Suhl wieder zum Zählen von Wintervögeln auf.

Geht der Feldsperling auch bei uns zurück? Foto: Nabu/Winfried Rusch

Zum 15. Mal gilt es: Handy oder Stift zu zücken, um eine Stunde lang Meisen, Finken, Rotkehlchen und Co. am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu beobachten, zu zählen und zu melden. „Die Aktion erfreut sich in Thüringen alljährlich großer Begeisterung und viele Menschen unterstützen die große Vogelinventur im Winter. Wir möchten auch die Bürgerinnen und Bürger in Suhl und im Landkreis Sonneberg dazu motivieren, an der Aktion teilzunehmen,“ sagt Marianne Herrmann, die Vorsitzende des Nabu Henneberger Land. Die mit der Aktion gewonnenen Daten helfen, die Situation von Vögeln in Städten und Dörfern besser einschätzen zu können. „Wir wollen aber auch die Menschen für die Vogelwelt begeistern“, sagt Herrmann und lädt ein: „Gemeinsam Vögel zu beobachten, macht Spaß. Alle interessierten Vogelfreunde sind eingeladen, sich am Samstag, 11. Januar, um 10 Uhr mit uns an der Sporthalle Wolfsgrube zu treffen. In einem zweistündigen Rundgang zählen wir die Piepmätze.“

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Wer allein bei der Stunde der Wintervögel mitmachen möchte, beobachtet eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park und meldet die Ergebnisse dem Nabu. Von jeder Art wird die höchste Anzahl Vögel notiert, die während der Stunde gleichzeitig gesichtet wurde.

Die Beobachtungen können auf der Internetseite des Nabu sowie mit der App „Nabu Vogelwelt“ bis zum 20. Januar gemeldet werden. Zudem lädt die Naju mit der „Schulstunde der Wintervögel“ von Montag bis Freitag nach dem Zählwochenende alle Lehrer ein, mit den Kindern in die Welt der Vögel einzutauchen, Vögel zu beobachten, zu bestimmen und sich für ihren Schutz einzusetzen.

Einen besonderen Fokus möchte der Nabu im Freistaat diesmal auf den Feldsperling lenken.

„Wir wollen herausfinden, ob der Feldsperling auch in Thüringen ähnlich stark vom Rückgang bedroht ist wie in anderen Regionen Deutschlands. Dort kommt es teilweise zu dramatischen Einbrüchen beim Bestand des kleinen Vogels“, sagt Marcus Orlamünder, Naturschutzreferent beim Nabu Thüringen. „Bei der Stunde der Wintervögel konnten wir seit 2019 ebenfalls einen Rückgang verzeichnen, nur 2024 gab es einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.“ Feldsperlinge erkennt man an ihrem bräunlichem Rückengefieder mit schwarzer Musterung und einen gräulichen Bauch. Im Gegensatz zum Haussperling weist der Feldsperling allerdings eine einheitlich schokoladenbraune Kopfplatte auf, hat weiße Wangen mit einem dunklen Wangenfleck und trägt ein weißes Nackenband. Außerdem sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt. Marcus Orlamünder selbst freut sich immer, wenn er noch Feldsperlinge in oder am Rande der Thüringer Ortschaften entdecken kann: „Feldsperlinge halten sich besonders gerne in strukturreichen Landschaften und in offenem Waldland auf, in dem es genügend Nahrung, Versteck- und Nistmöglichkeiten für sie gibt. In hecken-, gehölzreichen und lichten Landschaften finden dann auch weitere Vogelarten einen günstigen Lebensraum.“ Mehr Infos zur Aktion, Artenporträts, Fütterungstipps und E-Learning-Tool Vogeltrainer gibt es im Internet: