Suhl - 1908 Wohnungen sollen bis 2035 in Suhl abgerissen werden, um dem fortdauernd drohenden Leerstand entgegenzuwirken - nach Angaben des Verbands der Thüringer Wohnungswirtschaft (vtw) allerdings nur, wenn das Land zusätzliches Geld für Abrisse bereitstellt. "Wir werden kein Geld mehr dafür in die Hand nehmen, um leer stehende Gebäude abzureißen", sagt Frank Brösicke, Verbandsrat und Vorstand der Suhler Wohnungsbaugenossenschaft AWG "Rennsteig". Die öffentliche Hand habe dafür zu sorgen, dass die Städte attraktiv bleiben. Und der pauschale Förderbetrag des Landes für Abrisse von 70 Euro pro Quadratmeter reiche nicht aus, um die Kosten zu decken. Auch für Modernisierungen, zum Beispiel für die immer gefragtere Barrierefreiheit, fordern Brösicke, vtw-Direktor Reinhard Guhr und Ralf Heymel, Geschäftsführer der Suhler Wohnungsbaugesellschaft GeWo, Geld vom Land. "Es kann nicht sein, dass wir unter Kostendeckung vermieten", sagt Ralf Heymel.