Suhl Stadt will Schulen und Kitas offen halten

Nach positivem Coronatest einer Erzieherin hat das Gesundheitsamt in der Kita Auenknirpse Foto: frankphoto.de

Nach weiter steigendem Inzidenzwert hat der Krisenstab der Stadt am Mittwoch eine Schließung von Schulen und Kindereinrichtungen erwogen. Doch zunächst sollen die Einrichtungen weiter geöffnet bleiben.

Suhl - Die Stadt Suhl will ihre Schulen und Kindertagesstätten trotz erneut gestiegener Sieben-Tage-Inzidenz auf 255 weiter geöffnet halten. Das entschied der Krisenstab am Mittwoch, nachdem er das Für und Wider von Schließungen abgewogen hatte, wie Stadtsprecherin Ingrid Pabst am Abend mitteilt. Zum aktuellen Zeitpunkt gebe es in der Stadt Suhl ein diffuses Infektionsgeschehen, welches nicht auf ein Cluster zurückzuführen sei, begründet Pabst die Entscheidung.

Die beiden gültigen Allgemeinverfügungen der Stadt sollen den aktuellen Entwicklungen angepasst und nach Absprache mit den zuständigen Ministerien voraussichtlich am Samstag veröffentlicht werden, sodass sie ab Montag in Kraft treten. In den angepassten Allgemeinverfügungen wurden verschärfende Maßnahmen aufgenommen, wie etwa die Berichtspflicht der Schulen über die Testungen sowie die Einführung des Wechselmodells ab Klassenstufe 5.

Aufgrund neuester Ergebnisse von Aerosolforschungen hat die Stadt zudem das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im Innenstadtbereich auf den Marktplatz an den Markttagen Dienstag, Donnerstag und Freitag begrenzt. Seit Ende vergangenen Jahres galt in der gesamten Innenstadt eine generelle Maskenpflicht. Die in der Landesverordnung vom 31. März geregelten weiteren Verpflichtungen zum Tragen einer Maske bleiben in Kraft.

Nach einem Corona-Ausbruch im Kindergarten Albrechts Anfang März wurde nun auch im Kindergarten Auenknirpse eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet. „Die Kinder von zwei Gruppen und zwei Mitarbeiterinnen wurden unter Quarantäne gestellt“, so Pabst.

Auch in der kommenden Zeit sei mit einem Anstieg der positiven Fälle zu rechnen. In der Stadt Suhl würden deshalb die neuen Empfehlungen des RKI zur Kontaktnachverfolgung umgesetzt. Um Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und unterbrechen zu können, würden alle engen Kontaktpersonen am Anfang und am Ende der Quarantänezeit getestet.

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