April, April Strike and Stripe auf der Bowlingbahn

Mit einem neuen Angebot soll die Bowlingbahn im CCS zu einem Anziehungspunkt für FKK-Fans aus nah und fern werden.

Werbung für das neue Angebot auf der Bowlingbahn im CCS. Foto: Karl-Heinz Frank

Es gibt Ideen, die entstehen vermutlich zwischen drittem Feierabendbier und dem Satz „Da müsste man doch mal was völlig Neues machen“. Und dann gibt es Ideen, die schaffen es direkt in die Umsetzung. So wie das neue Angebot der CCS GmbH.

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„Bei uns kann man Bowling ab sofort jeden ersten Mittwoch im Monat von 18 bis 21 Uhr ganz neu erleben – nämlich textilfrei“, kündigt CCS-Geschäftsführerin Diana Schneider an. Mit dem Angebot zum Nacktbowlen ist die Suhler Anlage offiziell die erste Bowlingbahn Deutschlands, die einen solchen Versuch startet.

Die Idee selbst kommt vom Team des derzeit geschlossenen Ottilienbades, das zum Teil in der Bowlingbahn eingesetzt ist. Man habe bereits bei einem regelmäßig veranstalteten FKK-Baden Erfahrung mit textilfreiem Badevergnügen gesammelt, lassen die Mitarbeiter wissen. Warum also das Ganze nicht auf die Bowlingbahn übertragen? Wasser raus, Kugel rein, fertig ist das Konzept. Oder, wie ein Insider es formuliert: „Die Gleitfähigkeit bleibt ja erhalten.“

Auf die heutige Premiere hat sich das Team akribisch vorbereitet. „Sicherheit und Hygiene haben oberste Priorität“, sagt Diana Schneider. So sei jede Bahn mit Handtüchern für die Sitzflächen ausgestattet und die Reinigungsroutine werde verstärkt. Auch saubere Turnschuhe mit weißer Sohle bleiben Pflicht. Das Personal werde für einen „respektvollen Umgang“ sorgen. Auch an ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm sei gedacht. So plane man Themenabende wie „Strike & Strip“, Familienzeiten („mit Augenbinde für die Kleinen“) sowie eine vor allem für Suhl wichtige Seniorenliga unter dem Motto „Silberstreif am Horizont“. Besonders ehrgeizige Spieler könnten sich zudem für die erste Thüringer Meisterschaft im textilfreien Abräumen qualifizieren.

Wichtige Regeln gibt es auch: Teilnahme erst ab 18, keine Fotos, keine Videos. Was auf der Bahn passiert, bleibt also auf der Bahn – vermutlich auch, weil sich niemand die Beweisbilder später noch einmal ansehen möchte. In der Stadt schwankt die Stimmung derweil zwischen neugieriger Begeisterung und vorsichtigem Rückzug. Ein Stammgast bringt es auf den Punkt: „Ich hab schon viele Würfe gesehen, aber ob ich wirklich alles sehen muss…“ Wie genau es aussieht, wenn Frauen beim Ausholen die Kugeln in Schwung versetzen, bleibt bis zur Premiere der Fantasie überlassen.

Wer sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen will, kann seine Bahn vorab schon telefonisch unter 03681/788498 reservieren.