Die Zustände im und am Suhler Bahnhof sind hinreichend bekannt: Das einst stolze, markante Steingebäude – zweifellos eines der letzten erhaltenen stadtgeschichtlich bedeutsamen Bauwerke – verfällt. Aus dem Dach wachsen Bäume, Türen sind kaputt, Scheiben zerschlagen, es ist kalt, zugig und riecht nach menschlichen Exkrementen. Mehr noch: Das Haus wirkt abschreckend und vermittelt ein Bild von Stillstand und Vernachlässigung. Dabei schadet der fortschreitende Verfall schadet nicht nur der historischen Bausubstanz, sondern dem Image der ganzen Stadt, die sich Besuchern und Gästen gern als Wohlfühlstadt anpreist.