In einer Welt, die immer hektischer zu werden scheint, hat Jonathan Mader einen Ausgleich gefunden, der selbst auf Beobachter eine beruhigende Wirkung hat. Mader atmet lautlos, der Blick geht ins Leere. Der 18-Jährige ist ganz bei sich. Seine linke Hand wandert zum Hosenbund der schwarzen Jogginghose, die er immer bei Wettkämpfen trägt. Er steckt den Daumen oben hinein. Immer die gleiche Position, damit die Haltung stimmt. Er entkrampft noch einmal die Finger seiner rechten Hand, dehnt die kleinen und doch so wichtigen Muskeln. Seine Hand sucht den perfekten Griff. Dann fokussiert er das Ziel. Die Pistole geht nach oben - wie in Zeitlupe. Alles ist still. Ein Schuss. Wieder entspannen, aber ganz in Ruhe.