Suhl Niemand will die marode Lauter-Brücke sanieren

Die Straßen an der Viadukt-Kreuzung gehören zu den am stärksten befahrenen in Suhl. In Richtung Meiningen hat schon im vergangenen Jahr eine Brücke nachgegeben – doch die Sanierung steht weiter aus, Foto: frankphoto.de

In diesem Jahr sollte die einsturzgefährdete Lauter-Brücke an der Viadukt-Kreuzung repariert werden. Doch keine Baufirma hat auf die Ausschreibung reagiert. Nun wird alle vier Wochen kontrolliert, ob das Bauwerk durchhält.

Suhl - Was als Provisorium angelegt war, muss nun noch eine ganze Weile halten. Denn von dem Plan, die Lauter-Brücke an der Viadukt-Kreuzung schnellstmöglich noch in diesem Jahr zu sanieren, haben sich die Mitarbeiter des städtischen Eigenbetriebs KDS verabschiedet. Auf die Ausschreibung der Arbeiten habe sich keine Firma gemeldet, informierte Matthias Miersch, der kaufmännische Werkleiter des Eigenbetriebs, in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses.

Dass die Brücke, unter der unterirdisch das Lauterwasser plätschert, bröckelt, war oberirdisch bereits deutlich zu sehen. Risse waren im Asphalt der Würzburger Straße aufgetaucht – schnelles Handeln war gefordert. So wurden vor Monaten Stahlplatten in die Straße gesetzt und mit Teer überzogen. „Mit diesen Hügeln in der Straße müssen wir nun noch eine Weile leben“, sagte Matthias Miersch.

Arbeiten neu ausschreiben

Über den Sommer hinweg werden die Arbeiten für die Brückensanierung ein zweites Mal ausgeschrieben. Die Hoffnung sei groß, im zweiten Anlauf dafür eine Baufirma zu finden. Ende des Jahres soll der Auftrag vergeben werden, sodass die Arbeiter Anfang des kommenden Jahres beginnen könnten, gibt Matthias Miersch einen neuen Zeitplan vor.

Für die Mitarbeiter des Eigenbetriebs bedeutet das, dass sie ab sofort mehr denn je die Augen aufhalten werden an der Viadukt-Kreuzung. Im Abstand von vier Wochen werde kontrolliert, ob das Bauwerk durchhalte und sicher ist.

Sollten sich Zweifel an der Standfestigkeit der maroden Brücke einschleichen, müsse gehandelt werden, kündigte der kaufmännische Werkleiter an. „Wir werden dann die Umleitung wieder in Betrieb nehmen“, sagte er.

Bevor im Herbst vergangenen Jahres die Stahlplatten in die Würzburger Straße eingelassen werden konnten, wurde eine Straßenquerung über die Grünfläche der Kreuzung asphaltiert. Darüber würde dann der Verkehr in Richtung Meiningen erneut fließen. Erst einmal bleibt jedoch alles, wie es ist.

Im Juni geht’s los

Für die zweite Baumaßnahme, die der Eigenbetrieb in der Würzburger Straße geplant hat, soll hingegen schon in den kommenden Wochen Baustart sein. Mehrere Firmen hatten ihre Angebote abgegeben, sodass der Auftrag vergeben werden konnte. „Im Moment warten wir darauf, dass der Wasserstand der Lauter noch weiter sinkt. Dann geht es los“, sagt Matthias Miersch. Saniert wird ab Juni unterirdisch zwischen dem Spielplatz am Lauterbogencenter und dem Malzhaus.

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