Suhl Ein Doppelwechsel und der Sieg ist futsch

Nervenstark: Claudia Schriever (vorne). Foto: Landsiedel

2:0 führen die Volleyball-Frauen des VfB Suhl II bereits gegen den VC Olympia Dresden II und verlieren am Ende ihr fünftes Regionalliga-Spiel doch noch mit 2:3.

Suhl - Es war an der Zeit: Nach vier Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf den letzten Platz der Regionalliga Ost waren die Volleyballerinnen des VfB Suhl II am Samstag unter Zugzwang. Wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sollten her. Personell war das Team von Trainer Andy Lorenz gut ausgestattet: Zwölf Damen standen in der Suhler Wolfsgrube bereit, um es mit den jungen Talenten des VC Olympia Dresden II aufzunehmen.

Schon nach den ersten gespielten Punkten merkte man den Suhlerinnen ihren Kampfgeist an. Claudia Schriever überzeugte mit einer starken Aufschlagsserie gleich zu Beginn des ersten Satzes und schnell holte man sich einen leichten Vorsprung. Der hielt aber nicht lange. Die Sächsinnen glichen zum 5:5 aus.

Nach dem dritten Aufschlagfehler des VCO machte VfB-Kapitänin Juliane Becher mit einem guten Hinterfeldangriff den elften Punkt für ihr Team. Claudia Schriever sorgte nach der ersten Auszeit Dresdens mit mutigen Aufschlägen weiterhin für Druck und erhöhte so den Punktestand auf 17:10. Mit einer sauberen Annahme und einem Außenangriff über Magdalena Oeltermann holte man sich den Side Out direkt zurück. Oeltermann erhöhte mit einem Ass den Punktestand auf 20:13, was den VCO in seine zweite Auszeit führte. Neuzugang Marie-Luise Lüdtke machte bis zu diesem Zeitpunkt über die Mitte ein starkes Spiel und holte den 24. Suhler Punkt und verwandelte später auch den Satzball (25:14).

Warum jetzt so nervös?

Der zweite Satz startete aus Suhler Sicht holprig und man wunderte sich über die plötzliche Nervosität. VfB-Trainer Andy Lorenz nahm beim 1:4-Rückstand die erste Auszeit. Aufschlag und Annahmefehler halfen dem VCO, die Führung schnell auf 2:8 anwachsen zu lassen. Doch Suhl gewann die Sicherheit in der Annahme zurück und konnte durch schnelle Angriffe über die Mitte und Außen auf 9:11 verkürzen.

Claudia Schriever zeigte einmal mehr, dass sie auch in solchen Situationen die Nerven behalten kann. Ihr gelang ein Ass zum 12:13-Anschluss. Beim Stand von 15:15 nahm der VCO eine Auszeit. Nachdem Dresden beim 19:18 für Suhl gleich seine zweite Auszeit zog, brachte VfB-Mittelblockerin Marie-Luise Lüdtke mit zwei hintereinander starken Blocks ihr Team mit drei Punkten in Führung. Druckvolle Aufschläge, gute Feldabwehr und schnelles Aufspielen brachte Suhl schließlich den 25:20-Satzgewinn.

Auch der dritte Satz lief eigentlich pro Suhl. Emily Sommer holte durch konzentrierte Aufschläge die 19:14-Führung. Beim Stand von 20:15 wechselte Trainer Andy Lorenz Zuspielerin Tabea Conrad und Diagonalangreiferin Magdalena Oeltermann gegen Zuspielerin Sarah Blaufuß und Mandy Schröder aus. Das hatte Folgen: Der VfB Suhl II wirkte danach unsicher. Dresden verkürzte auf 18:20. Die Angreiferinnen des VfB brachten ihre Angriffe nicht mehr zu Boden, der VCO glich zum 20:20 aus und gewann den dritten Satz noch mit 25:22.

Im vierten Satz drehte Trainer Andy Lorenz die Aufstellung auf Anfang zurück, aber Dresden witterte nun Morgenluft. Dem VCO gelang es immer wieder, einen guten Block zu stellen. Nach einem 18:18 setzte sich der VCO auf 23:19 ab und gab den vierten Satz nicht mehr aus der Hand (25:22).

Im nun entscheidenden fünften Satz drehte Dresden nochmals auf und holte sich durch vier druckvolle Aufgaben die 13:9-Führung - und nach fast zwei Stunden Spieldauer schließlich den 3:2-Sieg (11:15). sla

Suhl: Juliane Becher, Sarah Blaufuß, Selina Conrad, Tabea Conrad, Katja Lenz, Claudia Schriever, Emily Sommer, Mandy Schröder, Isabell Haferung, Jennifer Pfeiffer, Magdalena Oeltermann, Marie-Luise Lüdtke

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