Auch die Straßenkünstler würden den Veranstaltern immer wieder sagen, dass sie besonders gerne in Suhl auftreten wegen der tollen und besonderen Stimmung. „Das zeigt uns, das wir etwas richtig machen“, sagt der Veranstalter. Er und die Vereinsmitglieder freuen sich über die überregionalen Bekanntheit ihres Straßentheaterfestivals.
Schließlich steckt hinter dem ganzen Spaß vor allem sehr viel Arbeit, und zwar ehrenamtliche. Aktuell zählt der Verein mit über 40 Mitgliedern zwar zu den stärkeren in der Region, wirklich in die Organisation der Veranstaltung stark eingebunden sind aber nur etwa fünf Leute.
Zehn Wochen ehrenamtliche Arbeit
Den Hut für all das hat Stefan Ulrich-Hüttner auf, gemeinsam mit seiner Frau Anja Hüttner, die beispielsweise das ganze Grafikdesign für die Programmhefte macht. „Allein das Programmheft zu erstellen, kostet mehrere Tage Profiarbeit“, erklärt er. Wie viel Arbeit er in die Planung stecke? Das sei schwer zu schätzen, vier Arbeitswochen kämen da in den Monaten von Dezember bis zum Festival aber mindestens heraus. „Insgesamt stecken wir als Team bestimmt mindestens zehn Arbeitswochen da rein“. Trotz aller Freude sei es in jedem Jahr eine größere Herausforderung, das alles in der Freizeit und dem Ehrenamt planen und auf die Beine stellen zu können. „Die Zeiten und die Gesellschaft ändern sich“, sagt er. Das mache einen Unterschied.
Finanzierung eine Herausforderung
Auch die Finanzierung sei nie einfach. „Wir haben wenig Zeit, Anträge zu stellen, wenn die dann abgelehnt werden, stehen wir eben ohne da“, erklärt er. In diesem Jahr haben sie keine Förderung erhalten. „Dadurch sind die Tage immer länger und die Nächte schlafloser, um alles unter einen Hut zu bekommen.“ Auch muss immer gebetet werden, dass das Wetter mitspielt. Die Künstler, die teilweise sehr hohe Anfahrtswege haben, bekommen im Vorhinein eine Gage. Damit trägt das Risiko der Verein, falls alles ins Wasser fällt und damit das Geld ausbleibt.
Möglich wird das alles unter anderem durch Sponsoren. Auch dabei verfolgt der Verein den lokalen Gedanken stark. Alles was angeboten wird, soll aus der Region kommen, sodass Erträge auch möglichst hier bleiben. Der Verein wünscht sich, dass die Besucher das alles wertschätzen und auch die Firmen unterstützen.