die beiden von HK vorgelegten Waffen hätten laut Bundeswehr sehr unterschiedliche Schießergebnisse gebracht; dabei seinen sie baulich fast identisch gewesen.
Ebenso durchgestochen wurden - laut Business Insider - interne Angaben zu Verhandlungen und Preisen.
Haenel soll pro Waffe nur einen Verkaufspreis von rund 1000 Euro (plus Mehrwertsteuer) aufgerufen haben. Den HK-Unterstützern zufolge ist fraglich, ob das die Herstellungskosten deckt. Sie verweisen auf einen Auftrag aus Polen für 546 Exemplare des gleichen Modells, wo Haenel mehr als 2500 Euro pro Stück berechnet habe. Preisdumping (also ein Angebot unter Selbstkosten, etwa durch einen Zuschuss der Eigentümer) wäre bei einem öffentlichen Auftrag in Deutschland verboten.
Nach Ende aller Einreichungsfristen Ende Juni soll es eine geheime Absprache zwischen dem Bundeswehr-Beschaffungsamt und C.G. Haenel gegeben haben. Dies wäre, wenn es stimmt, ebenfalls ein Regelverstoß, der die Vergabe rechtlich unwirksam machen würde.
Nun sieht es danach aus, dass der Patentrechts-Vorwurf die einzige Kugel aus dem Arsenal Heckler & Kochs ist, die Haenel treffen könnte. Ob sie ihr Ziel erreicht? Zu Details, die eine Antwort möglich machen würden, schweigt man eisern in Berlin, Oberndorf, Suhl und Huglfing.
Und so bleibt auch die Frage offen, ob das Ganze als Blamage für die Bundeswehr oder den Suhler Hersteller anzusehen ist. Sicher ist nur der Zwischenerfolg für den großen Waffenbruder aus Baden-Württemberg.
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