Suhl Azubi-Ticket gilt weiter auf SNG-Linien

Das Azubi-Ticket wird auch 2021 in allen Bussen der SNG anerkannt. Foto: frankphoto.de

Auszubildende können in Suhl auch 2021 vergünstigt mit dem Bus fahren. Der Stadtrat hat das Azubi-Ticket auf den Linien der SNG verlängert.

Suhl - Die Idee des Azubi-Tickets Thüringen, für 50 Euro im Monat mit Bus, Bahn und Straßenbahn zur Lehrstelle oder in die Berufsschule und wieder nach Hause zu kommen, findet auch in Suhl Widerhall. Nachdem bereits der Kreistag des Nachbarlandkreises Schmalkalden-Meiningen einen Beschluss gefasst hatte, seine Beteiligung auf den von ihm bestellten Linien der Meininger Busbetriebe (MBB) bis zum Sommer 2021 zu verlängern, folgte nun auch der Stadtrat mit einstimmigem Beschluss einer entsprechenden Vorlage.

Den günstigen Fahrschein gibt es bereits seit Oktober 2018. Er ist für Auszubildende gedacht, die sich in einer Berufsausbildung befinden und eine berufsbildende Schule in Thüringen besuchen. Das Ticket stoße auf großen Anklang; die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer steige von Jahr zu Jahr, heißt es aus der Landeshauptstadt. Auch für die Südthüringen-Bahn kann es genutzt werden. Erklärtes Ziel des Landes ist es, das Ticket möglichst landesweit von allen Verkehrsbetrieben anerkennen zu lassen.

Die Städtische Nahverkehrsgesellschaft Suhl/Zella-Mehlis (SNG) akzeptiert den Fahrschein nach dem ohne große Diskussion gefasste Beschluss des Stadtrates jedenfalls weiter. Das Land reicht dafür eine finanzielle monatliche Förderung aus, die von der Stadt an die SNG weitergereicht wird.

Die Stadt selbst beteiligt sich daran mit zehn Euro pro Azubi. „Geld, das wir dafür im Haushalt eingestellt haben. Die Dinge sind finanziell geordnet“, wie Philipp Weltzien (Linke), Landtagsabgeordneter, Stadtrat und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses, sagt. Das Azubi-Ticket ermögliche Azubis ein Stück mehr bezahlbare Mobilität, stellt Weltzien fest. Gerade bei Azubis seien die eigenen finanziellen Mittel beschränkt, weshalb jede Erleichterung willkommen ist. Mit einer Marktforschung will das Infrastrukturministerium in diesem Jahr die Nutzung des Angebotes ermitteln.

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