Suhl - Dass die Mondfinsternis im Juli vergangenen Jahres so ein spektakuläres Ereignis für mehr als 500 Sternwarten-Besucher werden konnte, ist einem Ereignis zu verdanken, das ebenfalls für einige Aufregungen sorgte - der Fällung von etwa 120 Bäumen rund um die Sternwarte herum. "Das hat uns etliche Kritiken und sogar eine Strafanzeige eingebracht, aber das musste sein, wenn wir unseren Aufgaben gerecht werden wollen", sagt Sternwartenchef Olaf Kretzer. Es gab kaum noch ein freies Sichtfeld für die Beobachtungen sowie die Forschungen, mit denen die Sternwarte beauftragt ist. "Und wir hätten mit der Mondfinsternis, zu der wir acht Fernrohre aufgestellt hatten, nicht viel anfangen können, weil sie von der Sternwarte aus schlichtweg gar nicht sichtbar gewesen wäre", so Kretzer. Auch auf die Ergebnisse, die die Himmelsüberwachungskamera für das europäische Feuerkugelnetzwerk liefert, seien aufgrund der nun fast hindernislosen Sicht wesentlich besser, wofür es auch schon Lob gegeben habe. Demnächst wird eine neue Kamera installiert, die Möglichkeiten der Himmelsstudien ergänzen. Läuft die bisherige Kamera noch mit herkömmlichen Laica-Filmen, die eingesendet, entwickelt und ausgewertet werden müssen, funktioniert das neue Teil, das 6000 Euro gekostet hat und von der Stadt Suhl angeschafft wurde, digital.