Südthüringer Klassiker Alles neu beim Rennsteig-Staffellauf

Die 26. Auflage des Wettbewerbs bricht mit der Tradition. Bei der Streckenführung gibt es grundlegende Änderungen.

Übergabe: Beim Staffellauf ist Teamarbeit gefragt. Foto: werk2photographie

Der Rennsteig-Staffellauf schlägt ein neues Kapitel auf: An diesem Samstag (20. Juni) findet die 26. Auflage der traditionsreichen Veranstaltung statt – und es wird ein grundlegend verändertes Format mit neuartiger Streckenführung geben.

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Nach 25 Austragungen, bei denen die Zehner-Staffeln den Rennsteig von Anfang bis Ende bewältigten, wurde das Konzept auf links gedreht. Ziel der Neuausrichtung ist es, die Anzahl der Abschnitte mit Kreuzungen im öffentlichen Verkehrsraum zu reduzieren und damit die Sicherheit zu erhöhen. Der organisatorische Aufwand für die Durchführung der bisherigen Streckenführung war in den letzten Jahren stetig gestiegen. Hinzu kam eine Vielzahl an erforderlichen Genehmigungen und Abstimmungen, sodass man sich zur Neuausrichtung entschloss.

„Trotz der räumlichen Verkleinerung waren die letzten Wochen sehr zeitintensiv, um den Staffellauf genehmigt zu bekommen“, sagte Gesamtleiter Christopher Gellert. „Die Herausforderung war, die Veranstaltung erklärbar zu machen, da keine Erfahrungen mit dem geänderten Straßen- und Streckenkonzept vorlagen. Wir wissen um den Umstand, dass wir nicht alle auf diesem Weg mitnehmen konnten. Mit den Erfahrungen aus dem Staffellauf 2026 wollen wir weiterarbeiten und das Konzept kontinuierlich verbessern.“

Für die Premiere des veränderten Laufs haben rund 130 Staffeln gemeldet. Im Vergleich zu den Austragungen bis 2019 und davor ist dies ein klarer Rückgang. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, wie aufwendig die Organisation einer Zehnerstaffel inzwischen geworden ist. Erstmals befinden sich Start und Ziel in Schmiedefeld. Damit nutzt der Veranstalter die Infrastruktur des Rennsteiglaufes und schafft für Organisation, Versorgung und Teilnehmer kurze Wege. Traditionell starten die Mixed- und Frauenstaffeln um 5 Uhr, die Männerstaffeln gehen um 6 Uhr auf die rund 140 Kilometer lange Strecke.

Die ersten Kilometer führen zum Parkplatz am Schneekopf. Anschließend erwartet die Teams eine abwechslungsreiche Strecke mit landschaftlichen Höhepunkten. Über den Veilchenbrunn, die Schanze im Kanzlersgrund, die Oberhofer Ski-Arena, den Schneekopf und die Schmücke führt der Kurs zu einigen der schönsten Aussichtspunkte des Thüringer Waldes. Ein Abstecher zum Großen Finsterberg, der Abschnitt bis zum Bahnhof Rennsteig, die Route über Frauenwald sowie die anspruchsvolle Königsetappe hinauf nach Masserberg sorgt für sportliche Herausforderungen. Über Neustadt, die Talsperre Schönbrunn und erneut Frauenwald werden den Aktiven einige Ausflugsziele in den Ausläufern des Rennsteigs geboten, ehe es wieder zurück nach Schmiedefeld geht.

Gerade für erfahrene Staffelteams bedeutet das neue Konzept eine Umstellung. Die bewährten Zeitpläne der zurückliegenden Jahre lassen sich nicht übertragen und sind weitestgehend Makulatur, sodass viele Teams die Wechselstrategie und ihre Marschtabelle vollständig neu erstellen müssen.

Trotz der Optimierung des Streckenverlaufs wird es am 20. Juni zeitweise zu Verkehrseinschränkungen kommen. An mehreren Stellen entlang der Strecke werden Sperrungen eingerichtet, Umleitungen sind ausgeschildert. Von besonderer Bedeutung ist die Sperrung der Straße zwischen dem Rondell Oberhof und der Rennsteigkreuzung Schmiedefeld. Diese gilt in den Morgenstunden bis etwa zum Mittag.