Ursprünglich wollte Michael Wegner Landwirtschaft studieren. Wäre dieser Wunsch in Erfüllung gegangen, würde der 64-Jährige heute vielleicht eine Agrargenossenschaft führen oder seinen eigenen Bauernhof betreiben. Womöglich in oder um die Lutherstadt Wittenberg, wo er doch im nahe gelegenen Gräfenhainichen geboren wurde. Das Leben ging mit ihm jedoch andere Wege. Zumal das Wort Gottes und der evangelische Glaube von Kindesbeinen an seine Wegbegleiter, seine Richtschnur sind. „Ich komme aus einem Pfarrhaus“, schildert Michael Wegner in seinem neuen Büro. Seit dem 1. Januar 2026 führt er als erster Superintendent den Evangelischen Kirchenkreis Südthüringen. Dieser wurde unter Führung seiner Meininger Amtsvorgängerin Beate Marwede aus der Taufe gehoben. Zahlreiche Gespräche gab es in den vergangenen Jahren darüber, ob und in welchem Zuschnitt dieser große Kirchenkreis gebildet wird. Am Ende entstand ein Verbund, der im Norden von Oberhof bis ins südliche Käßlitz im Heldburger Land, von Schafhausen im Westen bis Lichtenhain gen Osten reicht.
Südthüringen: Neuer Superintendent Offen bleiben für das, was Gott vor die Füße legt
Erik Hande 14.01.2026 - 10:00 Uhr