Südlink-Trasse Südlink-Bohrer ab sofort in Fambach aktiv

So sehen die unterirdischen Leitungen des Südlink aus (Symbolfoto von einem norddeutschen Standort). Foto: imago images/Countrypixel/via www.imago-images.de

Der Südlink-Bauherr Transnet-BW schafft weitere Fakten in Thüringen. Ab sofort wird auch im Schmalkalden-Meininger Teil des Werratals gebohrt, um den Untergrund für die umstrittene Gleichstromleitung zu testen und den genauen Trassenverlauf festzulegen. Die Bohrteams sind diese Woche zunächst in Fambach nahe Schmalkalden aktiv.

Fambach/Stuttgart - Mit ersten Boden-Untersuchungen in Fambach/Werra gehen die Vorbereitungen für die Südlink-Stromtrasse seit Dienstag auch im Kreis Schmalkalden-Meiningen in die nächste Phase. Ein Erkundungsteam werde auf verschiedenen Grundstücken des Trassenkorridors im Landkreis Bohrungen ansetzen, heißt es in einer Mitteilung des Netzbetreibers Transnet-BW von Dienstag. Ziel sei es, vor dem Baubeginn der Erdleitung Informationen über die Beschaffenheit des Untergrunds zu erlangen. Die Arbeiten würden „bis mindestens Frühjahr 2022“ andauern, hieß es. Solche Bohrungen waren im Wartburgkreis bereits im August gestartet worden. Besonders Querungen von Bahngleisen und Straßen werden unter die Lupe genommen, auch ökologische und archäologische Aspekte würden berücksichtigt. Laut Transnet-BW dienen die Ergebnisse auch dazu, später genaue Verlaufsvarianten innerhalb des derzeit noch grob gestrickten Korridors festzulegen.

Die Gleichstromleitung Südlink soll von Gerstungen (Wartburgkreis) über das Werratal bis Hermannsfeld (Schmalkalden-Meiningen) durch Thüringen führen. Für den Abschnitt besteht noch kein Baurecht. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren. er

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