Die Überlegung, dass Thüringer Unternehmen ihr Geld in den nächsten Jahren stärker als Zulieferer für die Rüstungsindustrie und weniger als Zulieferer für die Automobilbranche verdienen sollten, stößt bei den Gewerkschaften auf einige Skepsis. Einerseits müssten sich die Unternehmen natürlich auch auf dem Rüstungsmarkt bewegen, wenn Deutschland nun viel Geld in seine Verteidigungsfähigkeit investiere, sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Bezirk Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, unserer Zeitung. „Aber das ersetzt keine zivile Strategie.“ Alleine mit einer Fokussierung auf den Rüstungsbereich seien weiterhin viele Arbeitsplätze in der Thüringer Industrie gefährdet. „Eine nachhaltige Strategie für Arbeit und Einkommen kann nur eine zivile sein“, sagte Rudolph.
Strukturwandel Panzer statt Autos? Gewerkschaften skeptisch
Sebastian Haak 02.12.2025 - 13:27 Uhr