Stromausfall Arnstadt Stunden ohne Strom

Berit Richter

Die Arnstädter Innenstadt war am Sonntag rund sieben Stunden lang ohne Strom. Grund war ein defektes Mittelspannungskabel.

  Foto: picture alliance / dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Es war kein angenehmer Sonntag für die Bewohner der Arnstädter Innenstadt. Fernseher blieben aus, Elektroherde kalt. „Gegen 9 Uhr wurde uns der Stromausfall gemeldet“, sagte Nicole Preis, Geschäftsführerin der Stadtwerke Arnstadt Netz GmbH, Sonntagnachmittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Betroffen davon gewesen sei die gesamte Innenstadt. Als Grund nannte Preis eine Störung bei einem Mittelspannungskabel. Diese habe leider größere Auswirkungen gehabt, man habe aber mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet. „Wir haben unsere Mitarbeiter, die Wochenendbereitschaft hatten, aus dieser geholt und zwei externe Firmen dazu gezogen“, so Preis.

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Zunächst habe die schadhafte Stelle geortet werden müssen. Da zeigte sich, dass das Problem nicht so einfach zu beheben sei, die Stelle erst einmal ausgeschachtet werden müsse. Weshalb man zunächst an anderer Stelle arbeitete, „um den Ring zu schließen und wieder Strom zu haben.“ Gegen 16 Uhr konnte Nicole Preis dann vermelden: „Der Strom ist wieder da. Wir überprüfen jetzt noch einige Sachen, dann sollten alle wieder Strom haben.“ Ein so gravierender Ausfall sei äußert selten, sagte Preis . Sie könne die Bevölkerung da nur um Verständnis bitten. Dies sei auch bei den meisten Anrufern bei den Stadtwerken gegeben gewesen. „Die größte Sorge galt den Gefrierschränken, aber moderne Geräte halten, wenn man sie geschlossen lässt, bis zu 24 Stunden die Kälte“, sagte sie. In den sozialen Netzwerken hatten die Nutzer unterschiedlich reagiert, teils mit Verständnis, teils mit Verärgerung. Einige wiesen darauf hin, wie wichtig eine funktionierende Energieversorgung sei.

Improvisation gefragt

Auch zum Tag des offenen Denkmals musste improvisiert werden. Das Bad machte seine Führungen mit Notbeleuchtung, das Schlossmuseum verlegte seine Ausstellungseröffnung in die Kunsthalle und zeigte auf dem eigenen Gelände, was möglich war. „Die Kolleginnen haben das ganz toll gemacht“, lobte Museumschefin Antje Vanhoefen. So wurden die Besucher übers Außengelände und durch den Garten geführt. Auch das ehemalige Fürstenbad konnte besichtigt werden. Rund 200 Besucher kamen aller Widrigkeiten zum Trotz.