Allersdorf - Die Allersdorfer, davon sind sie überzeugt, halten zusammen, wenn es darauf ankommt. Am Dienstag kam es offenbar darauf an: Denn am Rande des Langen Berges fühlt man sich als Dorfbewohner diskriminiert. Die Ungleichbehandlung erfahren die Männer und Frauen nach eigener Intention durch Bescheide zum Bau vollbiologischer Kleinkläranlagen auf ihren Grundstücken. Grund dafür ist, dass der um die 150 Einwohner zählende Ort keinen zentralen Kläranlagenanschluss erhält. Letzterer Umstand ist den Allersdorfern vom Wasser- und Abwasserverband Ilmenau (Wavi) zwar schon 2017 schriftlich bekannt gemacht worden, aber erst 35 Bescheide vor Weihnachten in den Briefkästen der Allersdorfer Hausbesitzer, die eine Sanierungsfrist ihrer Abwasseranlagen bis Ende November setzten, veranlassten schließlich dazu, dass sich Widerstand formierte. 17 Betroffenen legten Widerspruch gegen die Bescheide ein, von denen inzwischen noch sechs zur Prüfung bei der Kommunalaufsicht liegen.