Straßensperrung Enormer Reparaturbedarf nach Sturmschäden der letzten Tage

Die Vollsperrung der Straße durch den Neumannsgrund wird bis über Mitte März verlängert. Das Landesamt für Bau und Verkehrs verweist unter anderem auf Gefahren für die Standsicherheit.

Auf eine längere Voillsperrung der Landesstraße 1112 durch den Neumannsgrund müssen sich die Autofahrer einstellen. Orkan und Hochwasser in der vergangenen Woche haben dort erhebliche Schäden verursacht. Foto: /Carl-Heinz Zitzmann

Neumannsgrund - Die Sperrung der Landesstraße durch den Neumannsgrund wird bis Montag, 21. März verlängert, teilt die Stadt Neuhaus am Rennweg am Freitagvormittag mit. Ursprünglich sollte bereits nach dem Wochenende die Sperrung wieder aufgehoben werden. Der größere Umfang der nötigen Reparaturarbeiten hatte sich bereits diese Woche angedeutet (Freies Wort berichtete in seiner Freitags-Ausgabe).

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Die Landesstraße 1112 war zwischen dem Neuhäuser Stadtteil Neumannsgrund und dem Schalkauer Stadtteil Theuern besonders stark von den Orkanereignissen in der vergangenen Woche betroffen. Baumstürze, Windbruch und massive Schneeschmelze hatten größere Schäden verursacht, erläutert Matthias Grohme. Der Leiter der Zella-Mehliser Dienststelle des Landesamtes für Bau und Verkehr, bestätigt, dass man deshalb die Straße bereits in der vergangenen Woche gesperrt hatte. Auf längere Strecken sei es zu sogenannten Auskolkungen gekommen, Vertiefungen, hervorgerufen durch fließendes Wasser. Ein Böschungsrutsch beeinträchtige zudem die Standsicherheit der Fahrbahn. „Daneben bestehen weitere Schäden an der Straßenausstattung“, teilt Grohme mit. Vor allem müssten die Schutzplanken und Verkehrszeichen ordnungsgemäß wieder hergerichtet werden. Daneben werde geprüft, ob und welche Bäume noch umstürzen könnten. Diese müssten gegebenenfalls noch beseitigt werden.

Umleitung

Zeitnahe hatten Ehrenamtler der Freiwilligen Feuerwehren sowie Mitarbeiter der Forstbehörden die umgestürzten Bäume bereits beräumt. Indessen sind die nötigen Bauarbeiten nicht schnell zu realisieren. „Zurzeit werden vom Landesamt alle nötigen Maßnahmen zur Notreparatur geprüft und vorbereitet“, erläutert Grohme. Bis dahin müssen sich Autofahrer auf eine längerfristige Sperrung der Straße durch den Neumannsgrund zwischen Theuern und Limbach einstellen.

Die Verkehrsführung wird durch Nachrüstung der entsprechenden Umleitungsbeschilderungen angezeigt. Seitens des Landesamtes wird empfohlen, über die Bundesstraßen 89 und 281 via Eisfeld auszuweichen. Ortskundige Autofahrer könnten auch die Landesstraßen über Steinach nutzen.

Relativ Alternativlos ist die Anfahrt zum Schalkauer Stadtteil Theuern. Dieser ist nur aus südlicher Richtung über die B 89 von Schalkau zu erreichen, die Ortslage Neumanngrund derzeit nur aus nördlicher Richtung von B 281 in Limbach. Ausdrücklich bittet die Behörde die Verkehrsteilnehmer zu deren eigenen Schutz, die erlassenen Verbote und Regelungen zu beachten.

Längerfristige Vollsperrungen und Schäden an der Straße durch den Neumannsgrund sind nichts Neues. Die Grümpen, an sich ein friedlich dahinplätschernder Gebirgsbach, hat in den vergangenen Jahren immer wieder zugeschlagen. Im Dezember 2015 „flutete“ beispielsweise das Sturmtief „Oskar“ das enge Tal. Die Grümpen hatte sich dort vom Flüsschen zum reißenden Sturzbach gemausert. Oberhalb des Gasthofes „Thomas Müntzer“ hielt es das Wasser nicht mehr im Bett. Etwas weiter unten hatten seinerzeit Mitglieder die Steinheider Wehr zu kämpfen, Wasser vom Berg an einem Haus vorbeizuleiten. Und kurz vor Theuern, auf Höhe des Goldwaschplatzes, war ein Erdrutsch “niedergegangen“. Indessen wird die Straße durch das enge Tal nicht alleine durch umstürzende Bäume und überschießendes Grümpenwasser „unter Stress“ gesetzt. Die Straße ist eine häufig genutzte Umleitungsstrecke, wenn an den Bundesstraßen B 281 am Rennsteig und B 89 im Sonneberger Hinterland gebaut wird. Die sich dann durch die engen Straßenschluchten von Neumannsgrund und Theuern setzen nicht nur den Bewohnern beider Orte zu, wie diese Zeitung mehrfach berichtet hat, sondern auch der Fahrbahn selbst, die unter den Tonnagen leidet. In den vergangenen Monaten gehörten auch Langholztransporter infolge des umfangreichen Holzeinschlages zu den Belastungsfaktoren der Straße durch den Neumannsgrund. Und auch der Holzeinschlag selbst war in den vergangenen Jahren mehrfach Grund für zeitweilige Sperrung der Strecke.