Straßenbau im Haseltal Halbe Straße, halbe Bauzeit

Das ging schnell: Schon am Dienstag waren die Bauarbeiter mit der neuen Fahrbahn bis zum Hergeser Viadukt fertig. Das befürchtete Verkehrschaos auf der wichtigsten Achse der Haseltalstadt blieb aus.

Steinbach-Hallenberg - Der Bautrupp der Breitunger Firma Möller-Bau war gut vorbereitet. Schon vor dem vergangenen Wochenende hatten die Arbeiter die nötigen Großmaschinen nach Steinbach-Hallenberg gebracht, um am Montagmorgen pünktlich mit der Reparatur der Hergeser Allee, vom Bahnhof bis zur Bahnunterführung, starten zu können. Schon am Mittwoch meldete Firmenchef Hagen Möller Vollzug – die neue Bitumenschicht war bereits auf voller Länge aufgebracht. Am Mittwoch folgten die Abschlussarbeiten an den Rändern und an der Fuge zur alten Fahrbahn.

Denn eine neue Decke bekam lediglich die kaputte Fahrbahnhälfte an der Hangseite. Das wurde bisher nicht kommuniziert, sei aber genau so Bestandteil der Ausschreibung des Landesamtes für Bau und Verkehr gewesen, bestätigt Möller. Und spare immerhin auch Steuergelder.

Abgesehen davon blieb die Vorgehensweise gleich: Die kaputte Hälfte, auf der sich das alte Kaltmischgut über die vergangenen Jahre regelrecht abgeschält hatte, wurde auf vier Zentimer abgefräst, gekehrt und angespritzt, bevor der große Asphaltfertiger ans Werk ging. Nach dem Verfüllen der Anschlussfuge stehen die Chancen nun nicht schlecht, die Straße eventuell schon vor dem Freitag wieder öffnen zu können, stellte er vorsichtig in Aussicht.

„Früher haben wir solche Baustellen mit einer halbseitigen Sperrung im Ampelverkehr hingekriegt. Heute darf das aber nicht mehr sein“, sagt Möller und verweist auf die strengeren Sicherheitsvorschriften, die von der zuständigen Berufsgenossenschaft Bau auch gerne mal kontrolliert würden. So war die Vollsperrung zwar unumgänglich, aber immerhin umfahrbar.

Denn das noch vergangene Woche befürchtete Verkehrschaos blieb auch deshalb aus, weil die Autos innerörtlich über die Hergeser Wiese umgeleitet wurden und nicht über Rotterode und Asbach und Schmalkalden fahren mussten. Öffentlich wurde das wohl auch deshalb nicht angekündigt, weil die Umleitungsstrecke direkt an der Regelschule und der Grundschule der Haseltalstadt vorbeiführt.

Konflikte mit Dutzenden Chauffeuren des elterlichen Hol- und Bringedienstes für ihre Schützlinge bleiben da oft nicht aus. Von Problemen oder gar gefährlichen Situationen in dieser Woche wurde bisher glücklicherweise nichts bekannt.

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