Rocco Elsmann ist Sieger der Stichwahl und somit neuer ehrenamtlicher Bürgermeister von Goldisthal. Der 59-jährige setzte sich mit 150 Stimmen bzw. 57,25 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen durch gegen seinen Mitbewerber Kay Machold. Der 39-Jährige kam auf 112 Kreuzchen bzw. 42,75 Prozent. Damit bestätigte sich beim Urnengang am Sonntag der Trend der ersten Runde. Auch vor zwei Wochen lag Elsmann mit rund 46 Prozent im Feld der damals noch drei Bewerber vorne. Die Beteiligung an der Entscheidung am 26. Juni war ungebrochen hoch. Von den 316 Stimmbürgern nutzten 263 (83,2 Prozent) ihr Wahlrecht, ein Votum war ungültig. Insgesamt 56 Wahlberechtigte hatten von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch gemacht. Diese Stimmzettel zur Auszählung ins Lokal nach Goldisthal zu bringen, war dabei gar nicht so einfach. Um 18 Uhr, pünktlich nach Wahlschluss, setzte sich ein Mitarbeiter der Neuhäuser Stadtverwaltung ins Auto, um die Urne nach Scheibe-Alsbach zu fahren. Dort nahm wiederum ein Wahlhelfer aus Goldisthal die Box jenseits der Baustelle in Empfang, um sie weiter nach Goldisthal zu schaffen, wo sie dann geleert bzw. der Inhalt ausgezählt wurde. Wegen der Baustelle in Scheibe-Alsbach ist der kurze Weg in die Pumpspeicherwerk-Gemeinde im Moment abgeschnitten. Doch auch so war der Zeitverlust für ein schnelles Auszählen mutmaßlich kürzer, als wenn man die reguläre Umleitung über Katzhütte gewählt hätte, hieß es gegenüber Freies Wort. In Goldisthal ist nun geklärt, wer Andreas Girbardt im Ehrenamt nachfolgt. Der 61-Jährige hatte zuvor über 26 Jahre hinweg die Geschicke des Ortes geleitet und war 2022 nicht mehr angetreten. In einer ersten Reaktion bedankte sich Rocco Elsmann für das Vertrauen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es mit dem Gemeinderat eine gute Zusammenarbeit geben wird. Das überzeugende Votum für ihn wertete der vormalige Betriebsschlosser und heutige Erwerbsminderungsrentner als Bestätigung seiner eigenen Anliegen, wonach in kleinen Orten wie Goldisthal die einzelnen Mitbürger und der dörfliche Zusammenhalt im Vordergrund stehen müssen – „und nicht Großprojekte“.