Sternwarte Sonneberg Der Mond hat einen goldenen Henkel

Das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg beteiligt sich am 28. März am bundesweiten Astronomietag. Bei guter Sicht gibt es etwas ganz Besonderes zu sehen.

Zu einem Beobachtungsabend sind Interessierte am 28. März in die Sternwarte Sonneberg eingeladen. Dann wird auch das 60-Zentimeter-Spiegelteleskop bereit stehen. Foto: Astronomiemuseum e. V.

Gemeinsame Himmelsbeobachtungen stehen am Samstag, 28. März, im Mittelpunkt des bundesweiten Astronomietags, der auch an der Sternwarte Sonneberg begangen wird. Bereits ab 19.30 Uhr öffnet das Museum seine Türen und bietet den Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre anzukommen. Zur Einstimmung werden Kaffee und Kuchen angeboten, verspricht Thomas Müller, Leiter des Astronomiemuseums. Die Veranstaltung ist kostenfrei, zum Beobachten des Himmels steht seinen Worten zufolge klassische und moderne Technik zur Verfügung.

Nach der Werbung weiterlesen

Blick durchs 60-Zentimeter-Spiegelteleskop

„Bei klarem Himmel richtet sich der Blick vor allem auf den zunehmenden Mond, der in der ersten Nachthälfte hoch am Himmel steht und besonders gute Beobachtungsbedingungen bietet. Mit Ferngläsern, Smart-Teleskopen und einem großen Teleskop mit 60 Zentimetern Öffnung lassen sich eindrucksvolle Details der Mondoberfläche entdecken“, kündigt Müller an.

Juragebirge und Regenbogenbucht

Ein besonderer Höhepunkt zeige sich etwa zehn Tage nach Neumond entlang der Tag-und-Nacht-Grenze auf dem Mond: der sogenannte Goldene Henkel. „Dabei wird die bogenförmige Bergkette des Juragebirges von der Sonne angestrahlt, während die Regenbogenbucht noch im Schatten liegt. Dieses seltene Lichtspiel zählt zu den schönsten Erscheinungen auf der Mondoberfläche“, schwärmt der Astronomie-Fachmann.

Auch Jupiter und Venus begleiten den Abendhimmel. Jupiter leuchtet hell im Südwesten, während Venus etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang tief im Westen sichtbar wird. Beide Planeten können oft bereits in der Dämmerung beobachtet werden. Im Teleskop sind bei Jupiter sogar seine vier galileischen Monde Io, Europa, Ganymed und Kallisto zu erkennen – so jedenfalls die Hoffnung Müllers auf einen klaren Himmel.

Ergänzt wird das Beobachtungsprogramm um 20 Uhr durch den Vortrag „Vom Handy zum Himmel – Smarte Teleskope und die Zukunft der Astrofotografie“. Darin wird gezeigt, wie neue Technologien den Zugang zur Himmelsbeobachtung verändern – vom klassischen Aufbau bis hin zum smarten Teleskop. Eine kleine Vorführung rundet das Programm ab.

„Auch bei schlechtem Wetter lohnt sich ein Besuch, denn der Vortrag und das begleitende Programm finden in jedem Fall statt. Das Astronomiemuseum lädt dazu ein, den Astronomietag in entspannter Atmosphäre zu erleben und den Himmel gemeinsam neu zu entdecken. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich“, ermuntert Thomas Müller alle Interessierten zu einem Besuch.

Astronomietag 2026 im Astronomiemuseum Sonneberg, Sternwartestraße 32: Samstag, 28. März, Einlass ab 19.30 Uhr, Vortrag um 20 Uhr. Beobachtung bei gutem Wetter mit 60-Zentimeter-Teleskop und Smart-Teleskopen.

www.astronomiemuseum.de